Die pommersche Dorflandschaft zeichnet sich, je nach Ort, in dem wir uns befinden, durch große Vielfalt aus. Man kann hier u.a. die Kultur und Geschichte der geheimnisvollen Laubenganghäuser oder die charakteristische Fischerdorfarchitektur im Küstengebiet kennenlernen.

tłum. EuroInterpret D. Moser

Laubenganghaus in Marynowy

Das Dorf Marynowy /Marienau/ wurde 1321 gegründet. Anfang des 19. Jahrhunderts zählte es 724 Einwohner, von denen gar 93 Mennoniten waren, deren Zahl stetig wuchs.

Marynowy bildete eine der zahlreichsten mennonitischen Ansiedlungen im Werder (Żuławy). Gerade hier lebten die wohlhabendsten Familien der Mennoniten. Die Dorfarchitektur ist größtenteils erhalten geblieben. Im Zentrum von Marynowy befindet sich die Annakirche mit dem Kirchenfriedhof und von den 17 historischen Gebäuden sind ca. 15, darunter 10 aus Holz, erhalten geblieben. Auf der östlichen Dorfseite befindet sich ein vernachlässigter evangelischer Friedhof, wo noch nach dem Krieg eine Riegelkirche und an der Straße eine Windmühle standen, die jedoch die Zeit leider nicht überdauert haben.