Zahlreiche Museen beherbergen kostbare Sammlungen und Schätze des Kulturerbes Pommerns.

Artushof – Abteilung des Historischen Museums der Stadt Gdańsk

Der Artushof stellt den repräsentativen Sitz der Kaufmannsgilde, des vermögenden Patriziats und der Handwerker, der an die Idee der legendären Rittertafelrunde von König Arthus anknüpft.

Die Entstehung des ersten, wahrscheinlich hölzernen Artushofs wird auf Mitte des 14. Jahrhunderts zurückdatiert. Er stellte ein wichtiges Zentrum des Gesellschafts- und Handelslebens des einstigen Gdańsk /Danzigs/.


Gebäuden mit dieser Bezeichnung entstanden in vielen Ostseestädten wie etwa: Toruń /Thorn/, Elbląg /Elbing/, Królewiec /Königsberg/, Riga oder Tallinn, als Sitz für Schützenvereine, deren Schutzheiliger St. Georg war. Die Vereinsmitglieder ahmten an ihren prunkvollen Sitzen das höfische Leben nach, organisierten Spiele und Ritterturniere, ebenso wie rauschende Feste.


Als Wappentiere hatten die Danziger Vereinigungen imposante Danziger Löwen, die den Stadtwappen und die Figur des Merkurs, des Schutzheiligen des Handels, der Kaufleute und der Diebe in ihren Pranken hielten. Die Gebäudefassade zierten Medaillons mit Köpfen polnischer Herrscher, von Sigismund III. Wasa und von seinem Sohn, dem späteren König Władysław IV. Wasa sowie Figuren altertümlicher Anführer, Statuen der Gerechtigkeit und der Stärke und ganz oben die Gestalt der Glücksgöttin Fortuna, die den Danzigern bei ihren teilweise risikobehafteten Unternehmungen und fernen Seereisen zur Seite stehen sollte.


Im Innern des Artushofs können zahlreiche Kunstwerke besichtigt werden, die einst zur Einrichtung der hier amtierenden Vereinigungen gehörten. Dazu gehören Schiffsmodelle, polnische Wappen, Figuren polnischer Könige und viele andere Gegenstände. Ein wahres Schmuckstück bildet jedoch der größte Renaissanceofen Europas, der fast 11 m hoch ist. Er besteht aus 520 prachtvoll verzierten Kacheln, die Konterfeis damaliger europäischer Herrscher, Wappensymbole sowie Personifizierungen von Tugenden und Planeten darstellen. Direkt daneben befindet sich eine außergewöhnliche Skulptur des mit einem Drachen kämpfenden hl. Georgs von ca. 1485, um den Saal herum stehen reich verzierte Bänke mit Wandtäfelung, am schönen sternförmigen Gewölbe hängen Schiffsmodelle, an den Wänden befinden sich mit Computertechnik rekonstruierte Gemälden, die während des 2. Weltkriegs verschollen gegangen sind.


Im Jahre 1742 wurde der Artushof als Getreidebörse genutzt. Gegenwärtig stellt der Artushof den Sitz des Historischen Museums der Stadt Gdańsk und erfüllt repräsentative Zwecke.


Sehenswert:

- Historisches Museum der Stadt Gdańsk

- Uphagenhaus

- Bernsteinmuseum

- Rechtsstädtisches Rathaus

- Wache Nr. 1 auf Westerplatte

- Museum der Polnischen Post

- Festung Weichselmünde

- Museum für Turmuhren