Zoppot (Sopot) ist ein berühmter Erholungs- und Kurort. Die Stadt, die nie schläft, denn es treffen hier Künstler, Wissenschaftler und Touristen aufeinander. In Zoppot werden Ausstellungen, Konzerte, Festivals sowie internationale Begegnungen veranstaltet. Seine Straßen voller Cafés, Restaurants, Kunstgalerien und der von verschiedenen Seiten aus sichtbare Strand bieten Entspannung nach einem harten Arbeitstag in Danzig und Gdingen, es ist eine Stadt der Erholung.

Kurort Zoppot

Kurort Zoppot

     Die Einrichtung des Kurorts in Zoppot bereit vor zweihundert Jahren ist Johann Haffner – einem Arzt und Hygieneförderer, der als Gründungsvater der Stadt gilt, zu verdanken. Von seinem Anbeginn war das Programm Haffners auf Heilung und Stärkung der Gesundheit ausgerichtet. Innerhalb von hundert Jahren wandelte er ein Fischerdorf zu einer Stadt mit moderner Heilinfrastruktur um.

Eine wichtige Rolle bei den Heilungsprozessen schrieb man den Seebädern zu, die zunächst nur von den am stärksten determinierten Kurortgästen in Anspruch genommen wurden. Einer viel größeren Beliebtheit erfreuten sich zunächst andere Badeeinrichtungen, die sich anfänglich in der einzigen "Badeanstalt für warme und kalte Bäder" in Zoppot, die Haffner gehörte, befanden. Man konnte dort im Süß- und Salzwasser, kalten und warmen Wasser, in Badewannen, unter Duschbrausen und sogar unter einer entsprechend konstruierten Wasserkaskade baden, die auf den Kurgast das Wasser von einer gewissen Höhe aus herabströmen ließ. Die letztere Art des Badens hieß "Sturzbad".


Die sich mit der Zeit einstellende Gesundheitsverbesserung, von der die Zoppoter Kurgäste, als sie nach Hause zurückkamen, erzählten, führte zu einem immer größeren Zulauf von Menschen, die ihre schwächliche Konstitution stärken wollten. Es kam zu einer gewissen Spezialisierung unter den Objekten, die im Rahmen des Kurbetriebs tätig waren. Es wurden gesondert Strandbäder genutzt, um im Meer zu baden und gesondert die nahgelegenen Badeanstalten, wo immer fortgeschrittene Geräte und Wasserheiltechniken eingesetzt wurden.


Das 20. Jahrhundert öffnete mit der Entwicklung des Tourismus ein neues Kapitel der Wassernutzung im Kurort. Touristen kamen nun nach Zoppot um das Meer zu genießen und Menschen von schwächlicher Gesundheit kamen um sich in spezialisierten Wasserheileinrichtungen behandeln zu lassen. Eine solche Einrichtung bildete die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete und bis heute existierende Balneologische Anstalt, die direkt neben dem Eingang zum Seesteg, an derselben Stelle wie die erste Badeanstalt von Dr. Haffner, steht. Sie beherbergt bis heute ein Rheumazentrum, das bereits vor zweihundert Jahren Patienten mit Bädern und Inhalationen behandeln ließ. In Zoppot gibt es darüber hinaus 4 weitere Kurheilanstalten, die gerne von Menschen mit Rheuma- und Atemwegeerkrankungen genutzt werden.


Die Entdeckung des unterirdischen Solevorkommens für Heilzwecke zur Jahrhundertwende vom 20. zum 21. Jahrhundert, seine Anzapfung und Abführung über Rohrleitungen zum sog. Inhalationspilz im Südpark und zum Brunnen vor der Balneologischen Anstalt war für die Stadt als Kurort sehr bedeutend. Obwohl der Kurbetrieb in Zoppot ununterbrochen seit 200 Jahren geführt wird, hat die Stadt den Status eines Kurorts offiziell im Jahre 1999 wiedererlangt, was die Erfüllung strenger Umweltauflagen erforderte.


Zoppot ist dank seiner Lage, seiner touristischen und medizinischen Infrastruktur ein Kurort im weitesten Sinne dieses Wortes. Man kann sich hier medizinisch behandeln lassen, prophylaktisch seine Gesundheit stärken, wobei die schöne Umgebung und angenehme Atmosphäre der Freizeit und Erholung positiv die Psyche beeinflusst, was wiederum die positive und heilende Wirkung der Stadt auf den Körper offenbart.