Zahlreiche Museen beherbergen kostbare Sammlungen und Schätze des Kulturerbes Pommerns.

Museum des Slowinzischen Dorfes in Kluki

Sowohl die Ansiedlung Kluki /Klucken/, wie auch ihr Name entstanden spät, und zwar erst im 18. Jahrhundert. Die ersten Hütten am Leba See wurden samt den Ställen und Scheunen bereits Ende des 16. Jahrhunderts errichtet.

Nach der Liquidation der Gutshofobjekte in Otok, als das Landgut Brenkowo samt der Ansiedlung gegründet wurde, begann allmählich sein Name zu verschwinden. Die immer größer werdende am See liegende Ansiedlung wurde Kluki genannt, wahrscheinlich vom Nachnamen Kleki (Quellen bestätigen, dass im 19. Jahrhundert viele Familien diesen Namen trugen).

Mit der Zeit wurden auch die unbewohnten Gebiete südlich der bereits bestehenden Ansiedlung, besiedelt, die zu den benachbarten Landgütern Żelazo und Ciemino gehörten. Infolge dessen entstanden neue Ansiedlungen, die Kluki Żeleskie und Kluki Ciemińskie genannt wurden, damit sie von Kluki Smołdzińskie unterschieden werden konnten. Der gemeinsame Ortsname für alle Ansiedlungen wurde administrativ vorgenommen und sie wurden als ein Gemeindedorf mit einem Dorfschulzen behandelt.

Bis in die Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich Kluki hinsichtlich seiner Architektur stark verändert. Die alten Holz- und Lehmhäuser wurden gegen neue gemauerte Häuser ausgetauscht; es wurden ein paar Grundstücke mitten im Dorf für ein Schulgebäude zur Verfügung gestellt. Alle Häuser wurden parallel zur Straße auf beiden Seiten aufgestellt. Diese Dorfanordnung ist bis heute erhalten geblieben.

Der Küstenstreifen bis nach Leba sowie die Dörfer am Lebasee und Garder See blieben Anfang des 19. Jahrhunderts die einzigen Gebiete, wo noch Kaschubisch gesprochen wurde. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird die hier lebende kaschubische Bevölkerungsgruppe als Slowinzen bezeichnet.

Die Slowinzen, Einwohner von Kluki /Klucken/ und Umgebung sprachen Kaschubisch und bildeten eine eigenständige materielle Kultur heraus. Kluki ist ein Dorf, in dem die meisten Andenken an diese Kultur erhalten geblieben sind. Im Jahre 1963 wurde in einem der Gehöfte aus dem 19. Jahrhundert eine ständige Ausstellung eingerichtet, welche die Kultur der Bevölkerung, die einst die Dörfer am Lebasee und Garder See bewohnte, darstellt. Innerhalb von zehn Jahren hat das Museum sechs Gehöfte sichergestellt und übernahm Grundstücke mit zwei Gehöften in situ und mit Überresten der Architektur aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Bäume, welche die Grenzen dieser Grundstücke darstellten, erleichterten die Standortwahl für die auf das Museumsgelände verlegten Bauernhäuser, die nach den Autoren der Museumsausstellung an den alten "Stellen" aufgestellt werden sollten, damit diese die alte räumliche Anordnung von Kluki widerspiegelten. Im Ergebnis stehen auf dem zehn Hektar großen Gelände des Museums des Slowinzischen Dorfes in Kluki sieben Gehöfte: sie umfassen Wirtschaftsgebäude, Brunnen, Brotöfen und Kellerräume - alles eingebettet in ein lebendiges, funktionierendes Dorf, das an beiden Seiten eines Weges liegt, der durch seine Einwohner häufig genutzt wird.


Autor: Muzeum Wsi Słowińskiej w Klukach

tłum. EuroInterpret D. Moser