Sopot –  romantisch, wohlklingend und charmant

Heilplatz, Fot: Pomorskie.Travel

Sopot, eine Kleinstadt zwischen Danzig und Gdingen. Von der einen Seite wird sie von der Danziger Bucht und auf der anderen Seite vom Dreistädtischen Landschaftspark umgeben. Für die einen ist es die romantischste Stadt der Welt, für andere ein Ort der Genesung und noch andere finden hier den besten Platz zum Feiern und Relaxen.

Sopot ist vor allem ein Ostseekurort. Jedes Jahr kommen Kurgäste aus ganz Polen und Europa hierher, um ihre Gesundheit zu verbessern, die gesunde Sole und das aus den Tiefen gewonnene jodhaltige Mineralwasser zu trinken.

Sopot hat eine tolle Geschichte nachzuweisen und mit dem längsten Holzseesteg Europas eine wahre Visitenkarte. Auf die heutige Länge wurde der erster Seesteg von 1827 rund hundert Jahre später verlängert und ist bis heute 511 Meter lang, wovon 450 Meter ins Meer ragen. Immer wieder modernisiert, besitzt er heute auch einen Jachthafen, in dem Luxusjachten anlegen. Die Zoppoter Mole ist eine Flaniermeile, der richtiger Ort für das Erste Rendezvous und andere Anlässe. Es genügt dort sich auf die Bank zu setzen, dem Rausch der Ostsee und dem Möwengeschrei zu Lauschen, um zu fühlen, was Glücklich sein heißt.

Sopot Pier mit Yachthafen, Fot: Pomorskie.Travel

In der Nähe der Mole gibt es auch zwei historische Parkanlagen - den Süd- und den Nordpark. Hier finden wir über 60 verschiedene Baumarten und viele geschützte Pflanzen. Es gibt hier einen Erholungsplatz, einen kleinen Fußballplatz und malerische Spazier- und Radwege. Im Südpark gibt es zusätzlich einen Inhalier-Pilz an einer der Solequellen.

Zoppot - keine offensichtlichen Attraktionen

Sopot hat auch Strandpromenaden, die wie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einer Rikscha in Richtung Danzig oder Gdingen genießen können. Es befinden sich dort zahlreiche Restaurants, in denen man vor allem Frischen Fisch kosten kann. Unterwegs laufen die Spaziergänger dort auch an Luxushotels vorbei, darunter auch an dem ehemaligen Kasino Hotel (heute Grand Hotel). Am Kurplatz befindet sich auch das Balneologische Institut in den Gemäuern des alten Warmbades, das verschiedene Behandlungsmöglichkeiten anbietet. Vom Aussichtsturm kann man dort auch das schöne Panorama der Danziger Bucht bewundern.

Legendäres Grand Hotel, Fot. mat. Sofitel Grand Sopot 

Das Zentrum des Kurortes ist die Fußgängerzone in der Straße der Helden von Monte Cassino. Hier gibt es die meisten Cafés, Restaurants, Clubs, die Kammerbühne des Wybrzeże-Theaters aus Danzig und das neue Wahrzeichen Zoppots - das Schiefe Haus. Beim Spaziergang in Richtung Südwesten zu dem bewaldeten Teil der Stadt, in dem majestätisch die berühmte Waldoper seit 1909 thront. Hier fanden in der Vorkriegszeit Wagner-Festspiele statt und nach dem Krieg die berühmten Sopot-Festivals, die es bis heute gibt. Sie ist eins der schönsten Objekte dieser Art in Europa.

Dagegen in der Haffner Straße (ul. Jana Jerzego Haffnera), die übrigens den Namen des Gründers des Kurortes trägt, gibt es ein Freilichtmuseum (Grodzisko), in dem man Spuren der ersten frühmittelalterlichen Siedlung fand.

In Zoppot tobt das Leben das ganze Jahr über. Es lohnt es im Sommer zu besuchen, wenn der Klang der Straßen laut doch wohltuend ist und im Winter, wenn man im Hintergrund nur noch die Möwen und das Rauschen des Meeres hört

Sopoter Waldoper, Zentrum des künstlerischen Lebens des Ortes, Fot: KFP

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Kurort Zoppot

Kurort Zoppot

     Die Einrichtung des Kurorts in Zoppot bereit vor zweihundert Jahren ist Johann Haffner – einem Arzt und Hygieneförderer, der als Gründungsvater der Stadt gilt, zu verdanken. Von seinem Anbeginn war das Programm Haffners auf Heilung und Stärkung der Gesundheit ausgerichtet. Innerhalb von hundert Jahren wandelte er ein Fischerdorf zu einer Stadt mit moderner Heilinfrastruktur um.

Eine wichtige Rolle bei den Heilungsprozessen schrieb man den Seebädern zu, die zunächst nur von den am stärksten determinierten Kurortgästen in Anspruch genommen wurden. Einer viel größeren Beliebtheit erfreuten sich zunächst andere Badeeinrichtungen, die sich anfänglich in der einzigen "Badeanstalt für warme und kalte Bäder" in Zoppot, die Haffner gehörte, befanden. Man konnte dort im Süß- und Salzwasser, kalten und warmen Wasser, in Badewannen, unter Duschbrausen und sogar unter einer entsprechend konstruierten Wasserkaskade baden, die auf den Kurgast das Wasser von einer gewissen Höhe aus herabströmen ließ. Die letztere Art des Badens hieß "Sturzbad".


Die sich mit der Zeit einstellende Gesundheitsverbesserung, von der die Zoppoter Kurgäste, als sie nach Hause zurückkamen, erzählten, führte zu einem immer größeren Zulauf von Menschen, die ihre schwächliche Konstitution stärken wollten. Es kam zu einer gewissen Spezialisierung unter den Objekten, die im Rahmen des Kurbetriebs tätig waren. Es wurden gesondert Strandbäder genutzt, um im Meer zu baden und gesondert die nahgelegenen Badeanstalten, wo immer fortgeschrittene Geräte und Wasserheiltechniken eingesetzt wurden.


Das 20. Jahrhundert öffnete mit der Entwicklung des Tourismus ein neues Kapitel der Wassernutzung im Kurort. Touristen kamen nun nach Zoppot um das Meer zu genießen und Menschen von schwächlicher Gesundheit kamen um sich in spezialisierten Wasserheileinrichtungen behandeln zu lassen. Eine solche Einrichtung bildete die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete und bis heute existierende Balneologische Anstalt, die direkt neben dem Eingang zum Seesteg, an derselben Stelle wie die erste Badeanstalt von Dr. Haffner, steht. Sie beherbergt bis heute ein Rheumazentrum, das bereits vor zweihundert Jahren Patienten mit Bädern und Inhalationen behandeln ließ. In Zoppot gibt es darüber hinaus 4 weitere Kurheilanstalten, die gerne von Menschen mit Rheuma- und Atemwegeerkrankungen genutzt werden.


Die Entdeckung des unterirdischen Solevorkommens für Heilzwecke zur Jahrhundertwende vom 20. zum 21. Jahrhundert, seine Anzapfung und Abführung über Rohrleitungen zum sog. Inhalationspilz im Südpark und zum Brunnen vor der Balneologischen Anstalt war für die Stadt als Kurort sehr bedeutend. Obwohl der Kurbetrieb in Zoppot ununterbrochen seit 200 Jahren geführt wird, hat die Stadt den Status eines Kurorts offiziell im Jahre 1999 wiedererlangt, was die Erfüllung strenger Umweltauflagen erforderte.


Zoppot ist dank seiner Lage, seiner touristischen und medizinischen Infrastruktur ein Kurort im weitesten Sinne dieses Wortes. Man kann sich hier medizinisch behandeln lassen, prophylaktisch seine Gesundheit stärken, wobei die schöne Umgebung und angenehme Atmosphäre der Freizeit und Erholung positiv die Psyche beeinflusst, was wiederum die positive und heilende Wirkung der Stadt auf den Körper offenbart.