Gotische, barocke, aus Holz, aus Backstein, mit Lehm gefüllt und verputzt, in Flechtwerk- bzw. Fachwerkbauweise errichtet, so abwechslungsreich sind Sakralobjekte nur in Pommern. Die kostbaren Einrichtungen, Wandmalereien und die unglaublichen Glasmalereien vervollständigen den Gesamteindruck der Bauwerke.

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Gottesmutter-von-Tschenstochau-Kirche in Kiezmark

Kiezmark /Käsmark/ ist ein Dorf an der Weichsel, das einst eine wichtige Stelle der Flussüberquerung bildete.

Es wies eine ovale Anlageform auf und wurde 1540 zerstört. Anschließend wurde es in räumlicher Anordnung entlang einer Hauptstraße parallel zum Deich wiedererrichtet. Seit der Gründungszeit bis zum Jahre 1945 trug es den Namen Käsmark, also "Käsemarkt", weswegen es nach dem Krieg als Serowo /Ser poln. für Käse/ bezeichnet wurde. Im Dorf ist die Gottesmutter-von-Tschenstochau-Kirche sehenswert. Dieses einschiffige Gebäude wurde in Skelettbauweise 1727 errichtet. Der Kirchturm ragt aus dem Baukörper heraus, am dessen Unterbau noch Spuren des früheren Baus zu sehen sind. Im oberen Bereich befinden sich vier Ziffernblätter einer mechanischen Uhr, die aus dem 19. Jahrhundert stammen und an der Südwand gibt es zwei Sonnenuhren, eine steinerne Uhr mit dem Datum 1653 und eine hölzerne vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Auf beiden Seiten des Vorhallendurchgangs in Turmrichtung befinden sich Wappen von Gdańsk /Danzig/ aus dem 16. Jahrhundert.


In der Kirche ist die originale barocke Inneneinrichtung erhalten geblieben: manieristischer Hauptaltar, der vom Danziger Bürgermeister Johann Czirenberg gestiftet wurde, ein Taufbecken und eine Kanzel aus dem 17. Jahrhundert sowie Fragmente des Chorgestühls aus dem 18. Jahrhundert. Der Fußboden des Gotteshauses weist 7 Grabplatten auf, die auf das 16. und das 17. Jahrhundert datiert werden.


Am Kirchenfriedhof, der im 17. Jahrhundert angelegt wurde, sind mehrere Grabsteine erhalten geblieben.