Dominikanermarkt in Gdańsk

Dominikanermarkt in Gdańsk

     Handbemaltes Porzellan, Handwerkserzeugnisse und künstlerische Erzeugnisse, Souvenirs aus weit entfernten Ecken der Welt sowie sentimentale Trödel … sind nur manche Gegenstände, wie man während des Dominikaner Jahrmarktes auf zahlreichen Ständen oder in Kramläden finden kann.  

Die Tradition des Jahrmarktes des Heiligen Dominiks reicht bis in 1260 hinein, als der Papst Alexander IV. den Danziger Dominikaner genehmigt hat, einhundert Tage lange Ablässe am Tag ihres Gründers zu erteilen. Mit den Ablassfeierlichkeiten wurde der Handelsjahrmarkt verbunden. Zu Augustjahrmärkten sind in den Danziger Hafen über 400 Schiffe mit unterschiedlichen Gütern eingelaufen. Darunter gab es französische und spanische Weinarten, Seide, Konfitüre, Kräutergewürze, Zinn, englische Tücher, Bernstein, tschechisches Glass, Pfefferkuchen aus Thorn und russische Pelzmantel. Von überall her kamen Zirkuskünstler, Akrobaten, Gaukler und Schauspielertruppen. Den feierlichen Beginn des Handelns und des guten Spiels teilten am Mittag Danziger Glocken mit. Am Anfang fand der Jahrmarkt auf dem Dominikaner Platz statt, aber mit der Zeit wurde er in die Gegend der heutigen Wały Jagiellońskie, ul. Długa und der neuen Marktplätze: Holz-, Heu-, Kohle-, Riech- und Fischmarktplatz verlagert. Die Namen kamen von Waren, mit denen dort gehandelt wurde.


Der Jahrmarkt des Heiligen Dominiks fand alljährlich durch einige darauffolgende Jahrhunderte statt, und wurde dadurch zu einer wichtigen Feier für die Stadt. Der 2. Weltkrieg hat jedoch die Tradition zerstört. Die Tradition wurde 1972 aus der Initiative der populären Abendzeitung "Wieczór Wybrzeża" aufs Neue belebt. In den 70er Jahren war der Jahrmarkt vor allem eine Handelsveranstaltung, die es ermöglichte, verschiedene Waren zu kaufen. Die zeitgenössische Formel nimmt zur mittelalterlichen Tradition des Handelns und gutes Spiels Bezug, und die Eigentümlichkeit der Veranstaltung besteht in der Verbindung des Handelsteils - des mit Einkäufen, Sammeln von Souvenirs und der Sammlung verbundenen Teils mit dem Unterhaltungsteil.


Heute stellt der Jahrmarkt des Heiligen Dominiks eine der größten touristischen Attraktionen der Sommersaison in Danzig - die älteste und größte Veranstaltung dieser Art und Polen und eine der größten in Europa dar.


Die Macht des Jahrmarktes ist sein einmaliges Klima und eine ungewöhnliche Atmosphäre. Trödel, Antiquitäten, künstlerische Erzeugnisse, Handwerkserzeugnisse sowie regionale Produkte werden auf 1000 Kramläden präsentiert. Am meisten Überraschungen finden wir bestimmt auf dem Flohmarkt. Hier regieren alte, seltene und interessante Gegenstände: Erzeugnisse aus Silber, plattierte Gegenstände, Erzeugnisse aus Zinn, Messing, Kronleuchter, Büffetlampen, Samoware, Barometer, Kaminuhren, alte Schilder und Münzen, und sogar Bierkrüge der Reservisten aus der Zeit des 1. Weltkriegs. Aber alle Schätze werden sowieso erst dann zum Vorschein kom men, wenn der Jahrmakrt beginngt.


Bei den Künstlern finden wir handbemalte Seidencoupons, handgenähte Spielzeuge, handgeklebte und auf einem Rad gedrehte Keramik und Schmuck der verschiedensten Art: aus Silber, Bernstein, Kupfer, Glas, Leder, Muscheln, Meteoriten, Leinen, Seidennähte, Filz, Segelschleien.


Die Hausspeisekammer werden mit Pommersche Leckerbissen, von geräucherten Fischen aus masurischen Seen, traditionelle Gansbrüste, haugemachte Konfitüre, bis litauische Wurstwaren, türkische Melasse und ungarische Langosche (im Öl gebratene Plätzchen, die mit dem Knoblauch und der Sahne serviert werden) gefüllt.


Weitere Informationen finden Sie unter: Jarmark Dominikański