Zoppot (Sopot) ist ein berühmter Erholungs- und Kurort. Die Stadt, die nie schläft, denn es treffen hier Künstler, Wissenschaftler und Touristen aufeinander. In Zoppot werden Ausstellungen, Konzerte, Festivals sowie internationale Begegnungen veranstaltet. Seine Straßen voller Cafés, Restaurants, Kunstgalerien und der von verschiedenen Seiten aus sichtbare Strand bieten Entspannung nach einem harten Arbeitstag in Danzig und Gdingen, es ist eine Stadt der Erholung.

Fischerhafen und Fischerhäuser

Fischerhafen und Fischerhäuser

     Fischerei wurde im Gebiet von Zoppot bereits im 12. Jahrhundert betrieben, als das Dorf den Oliva-Zisterziensern vom Sambor I. übereignet wurde.

Es wurde nicht nur im Meer, sondern auch in den Bächen gefischt. Am häufigsten arbeiteten Fischer für Landbesitzer, die das Land von den Zisterziensern pachteten. Nach dem die Russen die Ansiedlung im 18. Jahrhundert niederbrannten und der Wiederaufbau der Fischerhäuser durch den Zisterzienserabt vorgenommen wurde, ging das Land unter die Klosterverwaltung. Der Abt Jacek Rybiński setzte Rechte und Pflichten der Fischer fest. Jeder der Fischer musste: 60 Tage Frondienst ableisten, Briefe zum Kloster überbringen, Wache leisten, an Jagden mitwirken, bestimmte Fische übergeben. Trotz der vielen Pflichten kamen immer mehr Fischer hinzu. Nach der Übernahme der Klostergüter durch die Preußen ist die Anzahl der Fischer zunächst kleiner geworden, um anschließend wieder anzuwachsen. Anfänglich befand sich die Fischeransiedlung an der Stelle des heutigen Kurplatzes.


Nach dem Ausbau des Kurorts mussten Fischer vor den Kurgästen weichen. Sie siedelten in Richtung von Karlikau (Karlikowo) über, wo sie Anfang des 20. Jahrhunderts ein Fischerdorf errichteten. Bis heute sind nur wenige der Fischergebäude von damals sowie ein kleiner Fischerhafen erhalten geblieben. Am Strand kann man Fischerausrüstung von damals und von heute, sowie Fischkutter und Fischerboote besichtigen. Die Zoppoter Fischer betreiben auch den Verkauf ihrer frischen und geräucherten Fische. Auf dem Fischerhafengelände steht auch eine Kapelle "Für eine glückliche Rückkehr", die Jesus Christus darstellt, der nach den zurückkehrenden Fischern Ausschau hält. Die Kapelle wurde zum Anlass des Besuchs von Johannes Paul II. in Zoppot errichtet.