Der Werder Ring ist eine touristisch und naturlandschaftlich attraktive Wasserstraße, die miteinander Wasserrouten der Weichsel, der Toten Weichsel, der Elbinger Weichsel, der Königsberger Weichsel, der Nogat, des Weichseldurchbruchs – der Tuga, des Jagiellonenkanals, der Flüsse Elbing und Passarge sowie der Gewässer des Frischen Haffs (Zatoka Wiślana) verbindet. Das sind 303 km unvergesslichen Abenteuers, das man bei einer Fahrt mit dem Kajak, der Jacht, dem Motorboot oder dem Hausboot erleben kann.


     Dabei sollte angemerkt werden, dass der Werder Ring auch einen Teil der Internationalen Wasserstraße E 70 bildet, die von Rotterdam über den Berliner Wasserstraßenverkehrsknotenpunkt, Nordpolen bis nach Kaliningrad und weiter über den Wasserweg auf der Memel (über Pregel und Deime nach Klaipeda) führt. Der Werder Ring umfasst schließlich ein Netz aus Häfen, Segelbootsanlegestellen und Stegen von höchster Qualität, die im Rahmen des Projekts „Werder Ring – Tourismusentwicklung.  I. Etappe“ entstanden sind, das wiederum als eine der touristischen Schlüsselmaßnahmen von überregionaler Bedeutung im Rahmen des Operationellen Programms Innovative Wirtschaft 2007-2013 Maßnahme 6.4 „Investitionen in touristische Projekte von überregionaler Bedeutung“ gilt. Das Projekt wurde durch regionale Selbstverwaltungen der Wojewodschaften Pomorskie sowie Warmińsko-Mazurskie durchgeführt.


     Außer den Wasserrouten, die um das Weichseldelta vereinigt wurden, sowie der Infrastruktur für den Wassertouristen bietet der Werder Ring auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Zusammenhang mit dem Kulturerbe des Weichselwerders (Żuławy Wiślane). Es ist ein Gebiet, das über zahlreiche landesweit einzigartige historische hydrotechnische Objekte, wie etwa Zugbrücken oder Schleusen, verfügt. Das Gebiet des Werder Rings ist zweifellos ein Ort der Erholung, der aktiven Freizeitgestaltung, ungewöhnlicher Landschaften und faszinierender Natur. Der Werder Ring umfasst mehrheitlich das Gebiet des Weichselwerders, der Frischen Nehrung (Mierzeja Wiślana), der Subregion des Frischen Haffs (Zatoka Wiślana) samt der Elbinger Höhe (Tolkmicko /Tolkemit/, Frombork /Frauenburg/, Suchacz /Sucasse/, Elbląg /Elbing/) und der Altpreußischen Küste (Nowa Pasłęka /Neu Passarge/, Braniewo /Braunsberg/) wie auch Kociewie (Tczew /Dirschau/, Gniew /Mewe/, Pelplin), Marienwerder Niederung (Dolina Kwidzyńska) sowie der Unteren Weichsel (Powiśle) mit Sztum /Stuhm/ und Kwidzyn /Marienwerder/.



     Der Weichselwerder weist am Weichseldelta die Form eines umgedrehten Dreiecks auf, dessen Spitze die Weichselgabelung in die Flüsse Leniwka und Nogat und dessen Basis die Frische Nehrung bilden.


     Die Frische Nehrung, die sich von Gdańsk /Danzig/ bis nach Bałtijs in Russland erstreckt, trennt das Frische Haff von offenem Gewässer der Danziger Bucht (Zatoka Gdańska) und schließt die Weichselmündung ab. Es handelt sich um eine weitläufige Sanddüne, die durch das Meer infolge von Welleneinwirkung entstanden ist und die teilweise 30 m übersteigt. Einst war sie mit zahlreichen Fischerdörfern versetzt, die später sich zu Erholungsorten gewandelt haben. Die wichtigsten Städte und Ortschaften der Frischen Nehrung sind folgende: Gdańsk, Stegna /Steegen/, Sztutowo /Stutthof/, Krynica Morska /Kahlberg/.


     Das Frische Haff bildet eine Bucht, die durch den Landstreifen der Frischen Nehrung von der offenen Ostsee getrennt wird. Durch das Gewässer verläuft die Grenze zwischen Polen und der Russischen Föderation. Die Binnenmeergewässer innerhalb der polnischen Grenzen nehmen eine Fläche von 382 km² ein. Die Elbinger Höhe (Wysoczyzna Elbląska) ist eine Moränenformation des Danziger Küstengebiets (Pobrzeże Gdańskie), die in Richtung des Weichselwerders, Frischen Haffs und Ermländischen Flachlands (Równina Warmińska) steil abfällt. Der höchste Punkt der Anhöhe ist der 198,5 hohe Silberberg. Zu den wichtigsten Ortschaften des Gebiets gehören: Elbląg, Frombork, Tolkmicko, Kadyny /Kadinen/, Suchacz.


     Das Altpreußische Küstengebiet (Pobrzeże Staropruskie) erstreckt sich entlang des Frischen Haffs von Frombork bis zur Mündung der Pregel. Innerhalb der polnischen Landesgrenzen befinden sich 100 km² der Region. Zu den wichtigsten Ortschaften der Region gehören: Nowa Pasłęka und Braniewo.


    Kociewie ist eine ethnisch-kulturelle Region, die auf der linken Uferseite der Weichsel, im Einzugsgebiet der Ferse und des Schwarzwassers liegt. Kociewie verfügt über eigene Hymne und am 10. Februar wird hier der Welt-Kociewie-Tag veranstaltet. Zu den wichtigsten Ortschaften der Region gehören: Starogard Gdański /Preußisch Stargard/ – die Hauptstadt von Kociewie, Tczew /Dirschau/ – seine größte Stadt, sowie Pelplin.


    Marienwerder Niederung und Untere Weichsel bilden den nördlichen Teil des Unteren Weichseltals. Das Gebiet ist ca. 40 m lang und weist eine Fläche von 401 km² auf. Es handelt sich um eine Art Weichseldurchbruch durch den Moränenstreifen der Westpommerschen Seenplatte (Pojezierze Wschodniopomorskie). Zu den wichtigsten Ortschaften der Region gehören: Gniew /Mewe/ im Westen, Kwidzyn /Marienwerder/ im Osten sowie Sztum /Stuhm/.



Werder Ring - Karte zur Route 

Das Nationale Segelsportzentrum

Das Nationale Segelsportzentrum (poln. Abk. NCŻ) der Sporthochschule in Danzig ist ein modernes Zentrum, dessen Hauptmission in der breit

gefassten Ausbildung des Trainer- und Instruktorenpersonals auf dem Gebiet des Segel- und Erholungssports sowie Sicherung der Bedingungen für die Segelschulung für Kinder und Jugendschulungen besteht.


Das Zentrum ist auch ein fester Ort der Gruppierungen der olympischen und nationalen Mannschaften des Polnischen Segelverbands (das vollständige Angebot der Programme des Nationalen Segelsportzentrums finden Sie unter www.ncz.awf.gda.pl).

Das in Górki Zachodnie lokalisierte Nationale Segelsportzentrum hat seine Tätigkeit im Juni 2006 eröffnet, obwohl die Segelspezialisierung schon 1978 bei der damaligen Sporthochschule in Danzig entstanden ist. Damals eben ist das Segelmeereszentrum entstanden, wo der Prozess der Segelausbildung begann. Am Anfang befanden sich auf dem Gelände des heutigen Nationalen Segelsportzentrums kleine Containers, die eine Funktion einer Werkstatt, Segelmacherei sowie eines Lagers spielten, und dann im Jahre 1985 wurde der erste Hangar mit der Fläche von 440 m2 errichtet.

2004 wurde eine schwimmende Plattform, die das erste Element der neuen Investition mit der Bezeichnung Nationales Segelsportzentrum übergegeben. Nach dem schnellen Bau erfolgte in der Mitte des Jahres 2006 die feierliche Eröffnung des Nationalen Segelsportzentrums in Górki Zachodnie, und damit wurde die Tätigkeit des Segelmeereszentrums geendet. Heutzutage steht eine Marine mit 51 Standplätzen für Jachten bis zu 14 m lang zur Verfügung der Segler. 36 Plätze befinden sich bei der 83 m langen schwimmenden Anlegestelle sowie 15 Plätze beim Kai. Aber das Nationale Segelsportzentrum ist nicht nur eine Anlegestelle und Stellplätze, es ist auch ein ausgezeichnet ausgestattetes Gebäude mit u.a. folgenden Objekten und Räumen:

- Vorlesungs- und Seminarsälen mit der Gesamtfläche von 180 m2
- einem Komplex der Beautyfarmen mit einer Sauna, Massage- und Hydromassagezimmern, Physikotherapiezimmern und einer kleinen Turnhalle, die mit einer Laufband, Ergometer und Multifunktionstrainern ausgestattet ist, usw.
- einem Computersaal mit 10 Arbeitsplätzen zum Führen der Übungen in der Informatik,
- einem audiovisuellen Studio,
- einem Navigations- und Wetterarbeitsraum mit einem Beobachtungsturm, der mit einem Satz von neuen Einrichtungen, darunter einen Radarstandpunkt, Navtex-System, UKF-Station, u.dgl. ausgestattet ist,
- einem Segelmeisterarbeitsraum (mit der Fläche von 62,35 m2) mit zwei spezialistischen Nähmaschinen zum Nähen von Segeln und einem Tisch zur Reparatur und Produktion von Segeln,
- einem Schiffsbau- und mechanischen Arbeitsraum.

Zur Verfügung der Gäste steht ein kleines Hotel, in dem 41 Personen in 3- und 4-Personen-Zimmern untergebracht werden können (die 3-Personen-Zimmer mit der Aussicht auf Anlegestelle). Die im Meeresklima gehaltene Taverne "Pod Żaglami" bietet eine ganze Menge von Gerichten, darunter lokale Meeresleckerbissen an.

Das Nationale Segelportzentrum bietet auch Dienstleistungen des Überwinterns von Yachten sowie Krandienstleistungen an.


Foto: M. Bieliński - Dep. Turystyki UMWP