Lębork

Lębork

     Lębork /Lauenburg/ ist eine Kreisstadt mit mittelalterlicher Abstammung, deren Entstehung mit dem Deutschritterorden verbunden ist. Eine Visitenkarte von Lębork ist das Jakobssanktuarium, das einen Bestandteil der Kulturroute mit der Bezeichnung Pommerscher Jakobsweg bildet und dessen Schutzmauern und Basteien unlängst saniert wurden. Die Attraktivität der Stadt ist in den letzten Jahren stark gestiegen, weswegen Lębork immer mehr Touristen besuchen.

Die Hauptspaziermeile von Lębork und die repräsentative Straße der Stadt bildet Staromiejska Straße, wo bis heute eklektische Bürgerhäuser vom 19. und 20. Jahrhundert erhalten geblieben sind. Hier gibt es zahlreiche Läden, Cafés und Restaurants. Die Staromiejska Straße ist mit dem Altmarkt, dem heutigen Pokoju Platz verbunden. Leider hat hier die historische Architektur den letzten Krieg nicht überdauert. Vom Platz aus ist deutlich der Baukörper der gotischen Jakobskirche aus Ziegeln zu sehen, die im 14.-15. Jahrhundert errichtet wurde. Ein charakteristisches Architekturelement bildet der mächtige Turm, der mit einer reich verzierten Treppenspitze abgeschlossen wird. Im Kircheninnern befinden sich barocke Altäre, eine Rokokokanzel und ein wertvolles Elfenbeintabernakel aus dem 18. Jahrhundert.


In der Nachbarschaft der Kirche sind wiederaufgebaute Fragmente mittelalterlicher Befestigungen zu bewundern. Im 14. Jahrhundert war Lębork mit einem über 1200 m langen Mauerring mit Toren und Basteien umgeben. Bis heute haben Fragmente der einstigen Befestigungen in Form von Mauersträngen und Basteien, darunter die am besten erhaltene Efeubastei, überdauert. Bei der Revitalisierung wurden noch drei Basteien für Ausstellungs- und Kulturzwecke wiederaufgebaut. In der südöstlich Ecke des Mauerrings, an der Przyzamcze Straße, erhebt sich der alte Burgkomplex des Deutschritterordens. Der stattliche Bau aus dem 14. Jahrhundert war einst der Sitz der Vogtei des Deutschritterordens. Zahlreiche Umbauten haben den einstigen Charakter der Wehrburg verwischt. Heute befinden sich im mächtigen Gebäude der Sitz des Gerichts und der Staatsanwaltschaft. Vom einstigen Burgkomplex sind noch der Kornspeicher und die Mühle erhalten geblieben.


In der Nähe befindet sich im Haus in der Młynarska Straße das Lauberger Museum. Hier kann man u.a. die Scheibe zur Bildübertragung sehen, die ein Einwohner der Stadt, Paul Nipkow, entwickelt hatte. Diese epochale Erfindung von 1884 bildet den Vorläufer des heutigen Fernsehens. Aus diesem Grunde wird Lębork oft die Wiege des Fernsehens genannt.


Zu den anderen interessanten Gebäuden in Lębork zählen das neogotische Rathaus, das Postgebäude, die Brauerei der Familie Magdaliński sowie der Bismarckturm, der am Parkowa Berg steht, hervorzuheben.

tłum. EuroInterpret-D. Moser