Gotische, barocke, aus Holz, aus Backstein, mit Lehm gefüllt und verputzt, in Flechtwerk- bzw. Fachwerkbauweise errichtet, so abwechslungsreich sind Sakralobjekte nur in Pommern. Die kostbaren Einrichtungen, Wandmalereien und die unglaublichen Glasmalereien vervollständigen den Gesamteindruck der Bauwerke.

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Jakobskirche

Die erste Jakobskirche entstand 1414 am Hospital und Armenhaus für Seeleute.

Nachdem das Gotteshaus von den Hussiten geplündert und verbrannt worden war, wurde in den Jahren 1436-1437 ein neues Objekt errichtet. Es diente den Katholiken bis Mitte des 16. Jh. und nach der Reformation fiel es den Protestanten zu. 1815 zerstörte eine Explosion im danebenstehenden Pulverturm das Hospital und beschädigte wesentlich die Kirche. Einige Jahre später hatte die Hospital-Stiftung die Kirche der Stadt Danzig verpachtet, die in ihrem östlichen Teil die Navigationsschule und im westlichen Teil die Stadtbibliothek untergebracht hatte. Anfang des XX Jhds. bekamen beide einen neuen Sitz, weshalb die Kirche seitdem unterschiedlichen Wirtschaftsverbänden diente. Bei den Kämpfen um die Stadt im März 1945 hat die Kirche glücklicherweise keinen Schaden erlitten und konnte wieder ihre ursprüngliche Funktion aufnehmen.


Die Kapuziner, die den Tempel 1946 als Wiedergutmachung für die verlorene Kirche und Kloster in Lemberg bekamen, führten hier die unentbehrlichen Renovierungsarbeiten durch; damals wurden: der Hauptaltar, die Altäre der Gottesmutter und des hl. Antonius und die Kanzeln wiederhergestellt. Am 13. Juni 1948 wurde die Kirche feierlich eröffnet und der Altar des hl. Antonius eingeweiht.


Die Jakobskirche ist ein Beispiel für die spätgotische Sakralarchitektur, die an Hospitälern gebaut wurde. Sie ist die einzige Kirche in Danzig, die eine Balkendecke aus der Renaissance besitzt. Zusätzlich schmückt sie noch der frühbarocke Helm, der vom Jakobstor übertragen wurde.