In seiner über tausendjähriger Geschichte war Danzig Zeuge weltgeschichteverändernder Ereignisse. Hier wurde am 01. September 1939 der 2. Weltkrieg begonnen, der das Antlitz der damaligen Welt verändert hatte. Gleichzeitig ist Danzig die Wiege der "Solidarność" Bewegung, die das Ende des Kommunismus einläutete. 

Danzig

Danzig

     In seiner über tausendjähriger Geschichte war Danzig Zeuge weltgeschichteverändernder Ereignisse. Hier wurde am 01. September 1939 der 2. Weltkrieg begonnen, der das Antlitz der damaligen Welt verändert hatte. Gleichzeitig ist Danzig die Wiege der "Solidarność" Bewegung, die das Ende des Kommunismus einläutete. 

Danzig, als eine Hafenstadt, verdankt seine Macht von seinem Anbeginn an der Nähe zur Ostsee. Dank seines Reichtums und Bedeutung wurde es zum Schlüsselmitglied der Hanse - der Vereinigung von Hafenstädten, die einen gewichtigen Einfluss auf die Meereswirtschaft Europas hatte.

Das goldene Zeitalter in der Geschichte von Danzig stellt das 16. Jh. und der Beginn des 17. Jahrhunderts, als es die reichste Stadt des Königreichs Polen und eines der reichsten Städte Europas stellte. Die Stadtverwalter nutzten die finanziellen Möglichkeiten und verschönerten Straßen, Häuser und Kirchen. Eine der repräsentativsten Straßen der Rechtsstadt ist die Langgasse, die in den Langen Markt übergeht. Diese Stadtachse beginnt und endet mit je einem Tor: dem Grünen Tor (Zielona Brama) und dem Langgasser Tor (Złota Brama). In dieser Straße befinden sich die wichtigsten Gebäude Danzigs: das rechtstädtische Rathaus sowie der Artushof. Unweit der Prachtstrasse befinden sich auch das Große Zeughaus (Wielka Zbrojownia), das Krantor (Żuraw) sowie die Marienkirche- die größte Backsteinkirche der Welt.

Die dynamische Entwicklung der Stadt wurde durch spätere Kriege gebremst und so wurde Danzig erst preußisch, um dann nach dem Ersten Weltkrieg zur Freien Stadt ernannt zu werden, was zur Entspannung der wachsenden Konflikte zwischen seinen deutschen Einwohnern und der polnischen Minderheit beitragen sollte. Am 01. September 1939 war die Stadt Zeuge des Ausbruchs des 2. Weltkriegs auf der den Polen überlassenen Halbinsel Westerplatte. In Folge der Kämpfe um die Stadt im März 1945 wurde die Innenstadt von der Roten Armee zu 90 % zerstört.

Nach dem Krieg begann der langwierige Prozess des Wiederaufbaus. So gelang es die wichtigsten historischen Bauten wiederaufzubauen und zu restaurieren. In Polen herrschte das kommunistische System und gerade hier in den Hafenstädten von Danzig und Gdingen begannen die Streiks gegen die kommunistische Staatsgewalt. Im Dezember 1970 brachen Unruhen aus, in deren Folge über zehn Danziger ihr Leben ließen. Zehn Jahre später, im August 1980 ist in der Danziger Werft die "Solidarność" Bewegung entstanden, die von Lech Wałęsa, dem zukünftigen Nobelpreisträger und Staatspräsidentangeführt wurde. Bald wurde auch das berühmte Abkommen von Danzig unterzeichnet, wodurch "Solidarność" als legal erklärt wurde. Die Einführung des Kriegsrechts konnte die Bewegung der "Solidarność" nicht mehr aufhalten. Im Jahre 1989 wurden die Gespräche am Runden Tisch geführt und ein Jahr darauf errang die Opposition ihren großen Sieg.

Gegenwärtig ist Danzig eine der wichtigsten Städte, es entwickelt sich dynamisch und vergisst dabei nicht seine Vergangenheit. Danzig ist ein guter Ort für all jene, die den geschichtlichen Hauch dieses Orts verspüren möchten; für all jene, die Zukunftsperspektiven sehen wollen; für all jene, die gerne den Sommerurlaub in der Stadt verbringen und am Strand entspannen möchten.