Stolpe, Radaune, Ferse, das sind Flüsse, die dank ihrer Lage und der Energie ihrer Wasserströmung genutzt wurden, um auf ihnen Wasserkraftwerke einzurichten. Viele Objekte sind bis heute in Betrieb und können besichtigt werden. Das älteste Wasserkraftwerk in Europa, Struga, oder das höchst gelegene Wasserkraftwerk auf der Radaune, Biełkowo, das sind nur einige der Objekte die es wert sind, besichtigt zu werden. Physikalische, chemische und mathematische Gesetze, die in Brücken, Maschinen, ehemaligen Fabrikobjekten gebändigt wurden und die auf thematischen Ausstellungen u.a. im Centrum Hevelianum vorgestellt werden.

tłum. EuroInterpret-D. Moser

Wasserkraftwerk Bielkowo

Das Wasserkraftwerk wurde im Jahre 1925 errichtet und stellt eines der Elemente des hydrotechnischen Systems, welches das Wasser zum Wasserwerk fördert.

Die Einrichtung umfasst u.a. Stauwehre, 54 ha großes künstliches Becken, Kanäle und Pipelines, die eine Stauung von 44,5 m und eine Produktionsleistung von 7200 KW erreicht. Das Wasserkraftwerk ist zur Besichtigung freigegeben und stellt ein sehr interessantes Beispiel eines historischen hydrotechnischen Objekts.

Die Radaune hat ihre Quelle in Kaschubien und weist einen Bergflusscharakter auf. Auf ihrer 105 km Länge weist sie von der Quelle bis zur Mündung einen Abfall von 162 m auf. Für die Energieerzeugung werden sogar 107 m genutzt. Enlang ihres kurzen Verlaufs wurden im 19. und 20. Jahrhundert gar acht Kraftwerke errichtet, welche Gdańsk mit Strom versorgt haben. Es sind die Wasserkraftwerke in Rutki, Łapino, Bielkowo, Straszyn, Prędzieszyn, Kuźnice, Juszkowo und Pruszcz Gdański. Sie stellen ein Kaskadensystem, was bedeutet, dass die Mehrheit von ihnen gleichzeitig in Betrieb sein muss. Von den acht Objekten können Rutki, Łapino, Bielkowo und Straszyn besichtigt werden.