Gotische, barocke, aus Holz, aus Backstein, mit Lehm gefüllt und verputzt, in Flechtwerk- bzw. Fachwerkbauweise errichtet, so abwechslungsreich sind Sakralobjekte nur in Pommern. Die kostbaren Einrichtungen, Wandmalereien und die unglaublichen Glasmalereien vervollständigen den Gesamteindruck der Bauwerke.

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Klosterkomplex der Benediktinerinnen in Żarnowiec

Żarnowiec /Zarnowitz/ gehörte seit ca. 1215 der Zisterzienserabtei in Oliwa /Oliva/ an, die hier ein Nonnenkloster gründete.

Im Jahre 1279 hatte Herzog Mestwin II. dem Kloster spezielle Privilegien verliehen. Der gemauerte Klosterkomplex wurde in Jahrhundertwende vom 14. zum 15. Jahrhundert errichtet. Die zum Komplex gehörende Mariä-Himmelfahrt-Kirche wurde aus Backstein errichtet, weist einen Turm am westlichen Eingang sowie Sterngewölbe auf und ist mit einem Satteldach bekrönt. Im Presbyterium befindet sich der reich verzierte barocke Altar (der auf ca. 1700 datiert wird). Im Mittelteil ist die Verkündungsszene dargestellt, deren Haupthelden, Maria und Erzengel Gabriel, um ca. 1740 in silberne Verzierungen eingefasst wurden, die wahrscheinlich durch den herausragenden Danziger Goldschmied, Johann Gottfried Schlaubitz angefertigt wurden). Sehr schön sind auch die Seitenaltäre und das aus dem 18. Jahrhundert stammende Taufbecken. Außerdem befinden sich im Gotteshaus bemaltes Chorgestühl, eine Rokokokanzel sowie Stützen in Form menschlicher Gesichter und von Engeln.

Autor: Lot Norda

Foto: M.Bieliński- Dep. Tursytyki, UMWP