Gotische, barocke, aus Holz, aus Backstein, mit Lehm gefüllt und verputzt, in Flechtwerk- bzw. Fachwerkbauweise errichtet, so abwechslungsreich sind Sakralobjekte nur in Pommern. Die kostbaren Einrichtungen, Wandmalereien und die unglaublichen Glasmalereien vervollständigen den Gesamteindruck der Bauwerke.

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Kreuzerhöhungskirche in Leśno

Holzkirchen sind von außen nicht so majestätisch wie gemauerte Kirchen, jedoch besitzen sie im Innern eine besondere Atmosphäre, die dem Gebet und der Einkehr dienlich sind.

Die Kirche in Leśno /Reihershorst/ ist eine der am besten erhaltenen hölzernen Gotteshäuser in der Kaschubei. Sie wurde in den Jahren 1634-1687 errichtet. Laut der Pfarrchronik war die Königin Luisa Maria Gonzaga (Ehefrau zweier polnischer Könige: Władysław IV. und Johann II. Kasimir) die Kirchenstifterin. Deswegen befand sich das Objekt unter der königlichen Schirmherrschaft von seinem Anbeginn an. Sowohl die Wände des Turms, als auch seine Bekrönung sind mit Schindeln bedeckt. Der Glockenturm ist 32 m hoch und stellt somit das Polens höchste Holzbauwerk dar. Es ist älter als die Kirche selbst, denn zunächst stand es als ein selbständiger Glockenturm auf dem Friedhofsgelände.


Die Kirche in Leśno ist wegen dem untypischen Architekturstil, wie auch wegen der erhaltenen historischen Ausstattung ein ungemein wertvolles historisches Holzsakralarchitekturobjekt. Es ist die Pommerns einzige dreischiffige Holzkirche. Der Haupteingang befindet sich, entgegen der Tradition, nach der die Eingänge in der Süd- oder Westfassade angebracht wurden, auf der Nordseite.


Beachtenswert ist auch die barocke Inneneinrichtung, insbesondere das klassizistische Taufbecken von Anfang des 19. Jahrhunderts und die barocke Kreuzigungsgruppe aus dem 17. Jahrhundert, die auf einem Balken angebracht wurde (in der bildenden Kunst stellt die Kreuzigungsgruppe den gekreuzigten Jesus Christus in Begleitung biblischer Gestalten, die am Kreuz zumeist in Skulpturform abgebildet werden, dar). Die Kircheneinrichtung umfasst auch 2 Glocken von 1902 und eine von 1939 sowie eine wunderschöne Orgel vom 18. Jahrhundert.


Die schöne Holzkirche, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, bildet einen Teil der ländlichen Landschaft und eine Sehenswürdigkeit, die bei einem Besuch in Leśno unbedingt besichtigt werden muss.

Autor: CIT Chojnice

Foto: R.Baranowski, Dep. Turystyki, UMWP