Gdynia /Gdingen/ eine Stadt, die aus der See und den Träumen der Vorkriegsgeneration der Polen hervorgegangen ist,  wie es der polnische Schriftsteller aus dieser Zeit, Stefan Żeromski, zu sagen vermochte: „… ein Meisterstück, das in Holz, Stein, Beton und Eisen geschaffen wurde – dieses übermächtige Drama, das zu zeigen vermag, wie dem Meer sein Wasser, Kraft, Tiefe und Macht entrissen wird…“. Heute stellt es eine moderne und sich dynamisch entwickelnde Stadt mit einer modernen Architektur und ihrer zur See hin ausgerichteten Wirtschaft dar.

tłum. EuroInterpret-D. Moser

Städtebauliche Anordnung der Stadtmitte

Städtebauliche Anordnung der Stadtmitte

     Der Bau der Stadt Gdynia /Gdingen/ war eine Besonderheit im europäischen Maßstab. In knapp zwanzig Jahren entstand aus einem Dorf eine moderne Hafenstadt. Die Entwürfe des Stadtzentrums von Gdynia richteten sich von Anfang an zur See hin. 

Um die einstigen Hauptstraßen von Gdynia, wie etwa: 10 lutego, Świętojańska oder die gegenwärtige Wójta Radtkego Straße entstanden die größten und wichtigsten Gebäude der Stadt. Ihre Architektur umfasst unterschiedliche Abwandlungen des Modernismus: den expressiven Funktionalismus oder den Konstruktivismus. Der letztere hatte den größten Einfluss auf die Bauweise der Stadtmitte, wo große schiffsähnliche Häuser gebaut wurden. Viele von den Gebäuden haben weiße Fassaden, was die Entstehung des sog. "weißen Gdynia" herbeiführte. In diesem Stil entstanden u.a.: das Gebäude von Polish Ocean Lines, das Wohngebäude der Bank für Landeswirtschaft, das Gebäude der Stadtverwaltung, das Haus der Orłowskis sowie das Haus der Pręczkowskis. Durch solche Bauten und seine schnelle Entwicklung gehörte Gdynia im Jahre 1939 zu den größten Städten der 2. Republik Polen.

tłum. EuroInterpret D. Moser