Denkmäler zu Ehren berühmter Persönlichkeiten und Ereignisse, Orte von Schlachten, Auseinandersetzungen, Gefechten und Kämpfen um Freiheit, aber auch das weltweit einzige Museum der Nationalhymne in Będomin /Gross Bendomin/.

Piaśnica

Piaśnica stellt nach KL Stutthof den größten Ort der Vernichtung in Pommern während des 2. Weltkriegs dar und wird manchmal als "zweites" oder "pommersches" Katyn bezeichnet.

Es ist ein Ort des Gedenkens an 12 000 Menschen, die von den Nazis zwischen Herbst 1939 und Frühling 1940 ermordet wurden. Unter den Opfern befanden sich vor allem polnische Intellektuelle: Lehrer, Juristen, Beamte, Politiker, Geistliche aus dem Gebiet der Pommerellen, aber auch Polen aus der 3. Polnischen Republik, die für ihre patriotische Tätigkeit verurteilt wurden, sowie Tschechen und Deutsche, die sich gegen die Hitlers Politik ausgesprochen hatten. Die Opfer wurden in Wejherowo /Weihersfrey/ gefangen gehalten, gefoltert und anschließend ermordet und in Massengräbern im Piasnitzer Wald vergraben.


Im Jahre 1944 wurde begonnen die Spuren des Verbrechens zu verwischen. Die Gefangenen wurden nach Stutthof abtransportiert, damit sie die Leichen der Ermordeten wieder ausgraben und auf Scheiterhaufen verbrennen. Im Herbst 1945 wurde der Ort der Vernichtung entdeckt und man begann damit, das Ausmaß des Verbrechens zu untersuchen.


Seit 1955 erinnert an den Ort des Völkermords ein Denkmal. Im Jahre 2010 wurde eine Denkmalkapelle errichtet, die an einen Haufen brennender Bäume erinnert und in ihrem Innern ein Altar beherbergt. Hinter dem Altar wurden 12 Figuren aufgestellt, unter ihnen ist die selige Alicja Kotowska, eine der Opfer, zu erkennen. Auf der äußeren Kapellenwand sind Namen der ermordeten Personen, die identifiziert werden konnten eingraviert, es gibt auch Gedenktafeln, die daran erinnern, was hier geschehen ist.