Schlaufe um das neue Herz Danzigs

Schlaufe um das neue Herz Danzigs

Komu przez kilka ostatnich lat nie dane było odwiedzić Głównego Miasta, tego przy kolejnej wizycie może ogarnąć spore zdziwienie. Obecność punktów emblematycznych, takich jak Żuraw, Ratusz Głównego Miasta czy Fontanna Neptuna, wciąż utwierdza w przekonaniu, że to ten sam Gdańsk, jednak wszystko wokół zdaje zmieniać się, odżywać, a miejscami wręcz nabierać nowego oblicza. Przespacerujmy się więc i zobaczmy to na własne oczy!

Wem es möglich war, in den letzten Jahren die Danziger Rechtstadt besucht zu haben, der könnte bei seinem nächsten Besuch ins Staunen geraten. Die Anwesenheit solcher Wahrzeichen wie Krantor, Rechtstädtisches Rathaus und Neptunbrunnen überzeugen noch immer davon, dass man in demselben Danzig sei, doch alles herum scheint sich zu verändern, aufzuleben und mancherorts gar ein neues Gesicht zu bekommen. Laufen wir doch mal durch und sehen es uns mit eigenen Augen an!

Zum Herz Danzigs gehört der Königsweg, der am Hohen Tor, dem markantem Renaissancebau an der Wały Jagiellońskie Straße, der Hauptkommunikationsader der Innenstadt, steht. Wenn man der Route folgt, auf der früher die Monarchen in die Stadt kamen, läuft man durch das Langgasser Tor in die Langgasse, auf den Langen Markt bis hin zum Grünen Tor. Die an der von Postkarten bekannten Route liegenden Häuser und Baudenkmäler werden kontinuierlich erneuert, darunter auch das Rathaus und der Artushof. Die größten Veränderungen erwarten uns hier erst in den nächsten Jahren. Die Stadtverwaltung plant eine Modernisierung des gesamten Königsweges und somit auch den Austausch des Straßenbelages.

Hinter dem Grünen Tor erreichen wir die Mottlau. Normalerweise liefen wir an diese Stelle nach links und über die Lange Brücke zum Krantor. Jetzt zeichnet sich hier für uns eine komplett neue Alternative – die Speicherinsel. Jahrzehntelang schreckte sie mit Ruinen vom Ende des II Weltkrieges. Heute erlebt sie eine Metamorphose, ergänzt den Horizont der Rechtstadt und gibt uns ganz neue Möglichkeiten. Die über die Speicherinsel führende Milchkannengasse (Stągiewna) erlebte in den letzten Jahren eine Revitalisierung und ist als lebhafte Fußgängerzone zum beliebten Treffpunk und einer würdigen Verlängerung des Königsweges geworden. Wir gehen also geradeaus über die Brücke weiter und erreichen den Ort der größten Verwandlung.

Als erste Funke für die Veränderungen gilt die im Jahre 2014 durchgeführte Modernisierung der Ufer des nördlichen Teils der Speicherinsel. Im Endeffekt wurde das Gebiet, um das man früher einen großen Bogen machte, zum beliebten Ort für Spaziergänge. In den kommenden Jahren wird dieser Teil der Speicherinsel komplett bebaut werden, mit Cafés, Restaurants, Wohnanlagen und öffentlichen Plätzen. Für die Rechtstadt beginnt somit eine neue Epoche. Bereits in den vergangenen Jahren eröffnete man hier neue Hotels, deren Architektur sich harmonisch in das Stadtkonzept der „neuen” Insel einfügt.

Nachdem wir das Milchkannentor und die Brücke passiert haben, laufen wir nach links in die Szafarnia Straße, die an der Neuen Mottlau entlang läuft, wo sich auch der Jachthafen befindet. Sie ist der einfachste Weg auf eine weitere Insel, den Bleihof, der die Polnische Baltic-Philharmonie und das Nationale Meeresmuseum beherbergt. Um von hier aus an das linke Mottlauufer zu gelangen müssen wir nicht mehr umkehren, sondern eine der wirkungsvollsten Investitionen der letzten Jahre nutzen. Damit meinen wir natürlich die 10 Millionen teure Fußgängerhubbrücke, die seit dem letzten Jahr die beiden Mottlauufer miteinander verbindet.  Sie ist 70 m lang und ermöglicht uns schnelles Gelangen vom Bleihof (Ołowianka) in die Wartka Straße (Am brausenden Wasser), die nur ein paar Minuten vom Krantor entfernt ist.

Fügen wir noch hinzu, dass die Stadt Danzig noch in diesem Jahr eine weitere, diesmal Drehbrücke bauen wird, die die Speicherinsel mit der Langen Brücke verbinden wird und zwar auf der Höhe der beliebten Heiliggeistgasse, die übrigens auch modernisiert wurde.

Es ist dabei der Veränderungen kein Ende in Sicht und die wachsende urbane Energie spiegelt sich in einem regelrechtem Investitionsboom im Herzen der Stadt. Die Anzahl der Hotelzimmer in der Dreistadt ist alleine innerhalb der letzten eineinhalb Jahren um über Tausend gestiegen, wobei der Großteil den Investitionen in der Innenstadt und deren Umgebung zu verdanken ist. Und dabei ist es erst der Anfang – man plant z. B. die Eröffnung eines Boutique-Hotels im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Reichsbank am Hohen Tor. Das 1020 Jahre alte Danzig ist somit bereit für die neue Touristenwelle.

Die ganze Rechtstadt können wir bewundern und auf Bildern verewigen vom Riesenrad AmberSky aus, das seit Neustem auch außerhalb der Sommersaison funktionier und sich großer Beliebtheit bei Touristen und den Danzigern selbst erfreut. Diese 50 m hohe Konstruktion befindet sich auf dem Bleihof.