Die Adelshöfe und die Schlösser von reichen pommerischen Familien sind eines der Merkmale unserer Region. Fast an jeder Ecke unserer Wojewodschaft sind Landgüter anzutreffen, deren Besitzer die berühmten Familien Krokowski, Przebendowski, von Massow, Wejher, von Puttkamer oder von Below waren. Besonders reich an alten Gutshöfen sind die nördliche Kaschubei und das Stolper Land. Dort blieben zahlreich die prächtigen, von historischen Wirtschaftshäusern umgebenen Sitze, mit weiten, nicht selten an gut gewachsenen mehrhundertjährigen Bäumen reichen Parks. Ein Teil davon gerät leider allmählich in Vergessenheit. Sie besitzen jedoch ihren zweifellosen Charme, der fasziniert und es für eine Weile möglich macht, in die längst vergangenen Zeiten einzutauchen, und deshalb erfordern sie sofortige Hilfe. Glücklicher Weise existiert auch eine beträchtliche Reihe an Objekten, die ihren alten Glanz wiedererlangt haben und heute Gäste, nicht nur aus Polen, sondern auch aus dem Ausland anziehen und zusammen ein beliebtes Tourismusprodukt bilden.

 

     Entdecken Sie die pommerischen Adelshöfe und Schlösser, ihre reiche Geschichte und die unglaublichen Schicksale ihrer alten Eigentümer.

Georgshalle (Dwór Bractwa św. Jerzego)

Ein herausragendes Architekturbeispiel der Spätgotik, das flämische Eigenschaften aufweist. Der Bau entstand in den Jahren 1487-94 als Sitz der St. Georg Bruderschaft.

Es wurden dort Treffen der Bruderschaftmitglieder, nicht selten auch Festmahle, wie auch Fechtstunden veranstaltet. In späterer Zeit befanden sich dort die städtische Hauptwache sowie eine Kunstschule. Nach dem Krieg wurde der Hof zum Sitz des Verbands der Polnischen Architekten und im Erdgeschoss wurde ein Restaurant untergebracht. An der Turmspitze erhebt sich die St.-Georg-Figur, die eine Nachkriegskopie der ursprünglichen Skulptur aus dem 16. Jahrhundert ist. Das Original befindet sich im Nationalmuseum in Danzig. Direkt an den Hof angelehnt liegt das Langgasser Tor unddie Georghalle. Die Georgsbruderschaft gehörte zu den einflussreichsten und vermögendsten Kaufmannsbruderschaften im einstigen Danzig,wovon die Tatsache zeugt, dass sie ihren ursprünglichen Sitz im Artushof (Dwór Artusa) am Langer Markt hatte.

tłum. EuroInterpret D. Moser