Die historischen Rathäuser, die Bahnhöfe, die Schulen oder die ehemaligen Behördengebäude sind Bauten, die einst eine repräsentative Funktion erfüllten. Einst mit großem Schwung gebaut, sollten sie den Rang und den Wohlstand der Stadt zeigen, und häufig an ihre charakteristischsten Denkmäler anknüpfen. Vor allem sollten sie aber den Menschen dienen und viele davon erfüllen diese Funktion immer noch. In Pommern finden Sie Beispiele von wirklich besonderen Bauten. Das von 1900 stammende Gebäude des Danziger Bahnhofs ist ein Architekturwerk aus der europäischen Spitze in seiner Kategorie; ähnlich wie das gotisch-renaissance Rathaus der Hauptstadt oder das Gebäude der Technischen Universität. Doch die wunderbare Architektur ist nicht nur in Gdańsk (Danzig) zu bewundern. Die Rathäuser in Chojnice (Konitz), Lębork (Lauenburg), Wejherowo (Neustadt), Tczew (Dirschau), Słupsk (Stolp)oder die sorgfältig erneuerten Bahnhöfe in Gdynia (Gdingen) und Malbork (Marienburg) sind nicht nur regional gesehen echte Perlen der Architektur.

 

     Sehen Sie, wie die historischen öffentlichen Gebäude aussehen, entdecken Sie ihre Geheimnisse, schauen Sie herein, halten Sie für eine Weile inne, Sie nutzen sie doch alltäglich.

Ehemaliges ZUS Gebäude in Gdynia

Der monumentale Bau der Sozialversicherungsanstalt /poln. Zakład Ubezpieczeń Społecznych/ ist in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden.

Er wurde von Roman Piotrowski entworfen. Das Bauwerk zeichnet sich durch eine charakteristische Ausgestaltung mittels der Verbindung von unterschiedlich hohen und ausgeformten Baukörpern aus. Die Obergeschosse sind mit einer Platte aus hellem Sandstein verkleidet, was sehr gut mit den schwarzen Platten des Erdgeschosses kontrastiert. Es ist ein Gebäude im modernistischen Stile, der einfache Formen, große verglaste Flächen und glatte Fassaden liebt. Dieser Stil bildet ein charakteristisches Merkmal der Stadtmittenarchitektur von Gdynia /Gdingen/. Das Gebäude selbst war nach dem Krieg Sitz der Polnischen Ozeanlinien und stellt eines der Symbole der Stadt dar. Heute befindet sich im Erdgeschoss die Touristeninformationsstelle.


tłum. EuroInterpret D. Moser