Gotische, barocke, aus Holz, aus Backstein, mit Lehm gefüllt und verputzt, in Flechtwerk- bzw. Fachwerkbauweise errichtet, so abwechslungsreich sind Sakralobjekte nur in Pommern. Die kostbaren Einrichtungen, Wandmalereien und die unglaublichen Glasmalereien vervollständigen den Gesamteindruck der Bauwerke.

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Johannes-Täufer-Basilika in Chojnice (Konitz)

Die Johannes-Täufer-Basilika ist eine stattliche Kirche im Zentrum der Stadt, die bei den Einwohnern und Besuchern einen hohen Wiedererkennungswert genießt.

Sie bildet nicht nur ein geistliches Zentrum sondern auch einen Ort für kulturelle Veranstaltungen.


Im Jahre 1993 hat Johannes Paul II. auf Antrag des Pelpliner Bischofs Jan Bernad Szlaga der Kirche den Titel der Basilica minor verliehen. Mit diesem Ehrentitel werden Kirchen von besonderem historischem oder liturgischem Wert oder beides, wie es der Fall der Konitzer Basilika ist, ausgezeichnet. Die Titelverleihung unterstreicht die besondere Bindung der Kirche zum Heiligen Stuhl und ihre besondere Bedeutung in der Umgebung.

Die Kirche stellt das älteste erhaltene Sakralgebäude in Chojnice /Konitz/ dar. Der Kirchenbau wurde im 14. Jahrhundert auf der Stelle des alten hölzernen Gotteshauses begonnen. Der dreischiffige Hallenbau mit einem gesonderten Presbyterium und einem Turm bildet ein Beispiel der pommerschen Gotik. Die Kirche wurde mehrmals durch Brand infolge von Kriegen zerstört, verwüstet und ausgeraubt, jedoch jedesmal wiederaufgebaut. In der Reformationszeit wurde die Kirche durch die Lutheraner übernommen. Nach ihrer Wiedergewinnung wurden drei Kapellen hinzu gebaut: die Annakapelle, die Maria-Magdalena-Kapelle und die Marienkapelle. Bis in die heutige Zeit ist jedoch nur die Marienkapelle erhalten geblieben, wo sich die Replik der Schönen Madonna aus der Johanneskirche in Toruń /Thorn/ befindet. Die originale Inneneinrichtung der Kirche hat jedoch die Zeit nicht überdauert. Eines der wenigen Elemente, die erhalten geblieben sind, bildet das barocke Taufbecken in Form eines Kelchs vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Es ist aus Holz hergestellt, wobei seinen Deckel die Figuren von Christus und von hl. Johannes schmücken. Der aus dem Feuer gerettete neugotische Hauptaltar wurde durch einen Silberaltar ersetzt, auf dem Szenen aus dem Evangelium dargestellt wurden.

Im Rahmen der letzten archäologischen Arbeiten wurden in der Kirchenkrypta mehrere Bestattungsplätze aus dem Mittelalter gefunden, einen kann man sogar durch den Glasboden sehen. Hier wurde der herausragende Danziger Maler Hermann Hahn bestattet, der in Chojnice seinen Lebensabend verbrachte. Zu den wichtigsten Werken des Kunstmalers gehören: die Krönung der Heiligen Maria, die Heilige Dreifaltigkeit, Mariä Himmelfahrt, Engelskonzert.