Bevor wir uns auf den Radweg machen, sollten wir uns mit ausführlicher Karte (am besten 1: 50 000) und touristischen Reiseführern versorgen. Es ist ratsam, Aktualität des Verlaufes der auf den Web-Seiten und in der Touristeninformation markierten Radwegen zu überprüfen. Beim Planen einzelner Tagesetappen sollte man Vielfalt des Straßenbelags und Schwierigkeitsgrad der Hinauffahrt auf einzelner Strecken berücksichtigen. In Abhängigkeit von unserer Kondition und dem Schwierigkeitsgrad der Route sollte die Länge einer Etappe zwischen 40 und 80 km schwanken. Längere Strecken werden dafür sorgen, dass wir halsbrecherisch rasen werden, um um jeden Preis zum Endpunkt einzutreffen, statt sich über die Fahrt, Landschaften und Unterwegs-Attraktionen zu freuen. Mit Rücksicht auf mittleren Schwierigkeitsgrad des Radweges, gemäßigte Anzahl von Unterbrechungen und Mahlzeiten (ohne längere Besichtigung der Sehenswürdigkeiten unterwegs) wird die Reisegeschwindigkeit von 10 km/h beim Radfahren in der Regel nicht überschritten.



Bereite dein Fahrrad und übrige Ausrüstung vor!

Zur selbstverständlichen Prozedur wird Kontrolle der Gangschaltung, Bremsen, Stoßdämpfer und Beleuchtung. Nicht zu vergessen ist auch, Reserve-Gummischlauch (am besten 2 Stück), Fahrradschlüssel und Kettenschmierstoff mitzunehmen. Selbstverständlich ist es ratsam, mindestens eine Diebstahlsicherung zu haben. Beim Packen vom zusätzlichen Zubehör sollte man jedoch maßvoll vorgehen. Auf dem ebenen Asphaltweg werden wir durch schwere Fahrradbeutel nicht verlangsamt, beim schlimmeren Straßenbelag oder einer Hinauffahrt wird das Gewicht peinlich spürbar. Schwere Beutel verringern erheblich Manövrierfähigkeit des Fahrrads. Ein Rucksack (ausgenommen speziellen Wasserbeutel-Rucksack) ist weniger nützlich als wasserdichte Fahrradbeutel von guter Qualität.

Sicherheit vor allem!
Obligatorische Fahrrad-Ausrüstung wird durch rechtliche Vorschriften bestimmt. Unabhängig davon sollten wir alleine für unsere Sicherheit (und anderer Benutzer) sorgen.


• Unbedingt ist ein Fahrradhelm mitzunehmen und anzuwenden;

Fahrradhandschuhe sind auch sehr nützlich; beim Sturz schützen sie die Hände;
• Auf den öffentlichen Straßen sind rückstrahlende Weste und andere rückstrahlende Elemente wichtig, die auf den Fahrradbeuteln, anderen Rad- oder Ausrüstungsteilen angebracht sein können. Unsere Sicherheit auf dem Weg wird dadurch erheblich erhöht.
• Leistungsfähiges Vorder- und Rücklicht mit den Ersatz-Batterien sind auch unbedingt brauchbar;
• Wenn wir mit kleinen Kindern fahren, sollten diese in speziellen Kindersitzen oder Anhängern mitreisen;

Gemäß den Verkehrsregeln sollte eine gedrängte Gruppe der auf öffentlicher Straße reisenden Radfahrer nicht mehr als 15 Personen zählen.



Sorge für Gesundheit und Kondition

Sogar das beste und teuerste Fahrrad wird nichts taugen, wenn Muskeln und Sehnen uns den Dienst versagen. Bevor man einen längeren Ausflug macht, ist ein Training ratsam. Es besteht darin, dass man eine Dutzend oder -zig Kilometer lange Strecke ein paar Tage mit dem Rad täglich zurücklegt. Das erlaubt uns, den Organismus für erhöhte und lang anhaltende Anstrengung vorzubereiten und das Verletzung-Risiko zu minimalisieren. Es ist besonders im Frühling wichtig, wenn wir nicht über das ganze Jahr radeln. Man sollte auch Radfahrten an den hitzigen Tagen in den Stunden der größten Sonnenbestrahlung vermeiden, ansonsten können diese mit einem Hitzschlag enden. Während des Radfahrens sollte man systematische Ergänzung von Flüssigkeiten nicht vergessen, am besten mit den gut assimilierbaren isotonischen Getränken. Es ist ratsam, Vorräte davon unterwegs in den Läden anzulegen.