In seiner über tausendjähriger Geschichte war Danzig Zeuge weltgeschichteverändernder Ereignisse. Hier wurde am 01. September 1939 der 2. Weltkrieg begonnen, der das Antlitz der damaligen Welt verändert hatte. Gleichzeitig ist Danzig die Wiege der "Solidarność" Bewegung, die das Ende des Kommunismus einläutete. 

Bohnsackerinsel

Bohnsackerinsel

     Das Landschaftsschutzgebiet Bohnsackerinsel bildet einen Teil des wichtigen Küstengrünstreifens von Gdańsk /Danzig/ sowie des regionalen Küstennatursystems des Buchtreviers.

Seine wertvollsten Bereiche wurden in 2 Schutzgebiete "Ptasi Raj" /Vogelparadies/ und "Mewia Łacha" /Möwenaltarm/ erfasst. Die Insel stellt eigentlich einen Teil der Frischen Nehrung, der seit dem Mittelalter bewohnt wird. Hier hatten der Deutschritterorden und die Pelpliner Zisterzienser ihre Güter, hier wohnten Fischer und Mennoniten. Zur Jahrhundertwende vom 18. Jh. zum 19. Jh. begannen Kurgäste nach Sobieszewo /Bohnsack/ zu kommen. Im Jahre 1840 hat die Weichsel ihren Lauf im Bereich von heutigem Górki /Neufähr/ unterbrochen und einen neuen Flussarm geschaffen, der heute "Wisła Śmiała" /Weichseldurchbruch/ genannt wird. Ende des 19. Jh. wurde die Weichsel umgegraben und damit wurde der östliche Rand der Insel geschaffen.

Auf dem linken Ufer befindet sich Przegalina /Einlage/ mit einer Schleuse, die das einstige Flussbett der Weichsel abtrennt sowie Świbno /Schiewenhorst/, von wo aus man mit der Fähre nach Mikoszewo /Nickelswalde/ gelangen kann. Beide Ortschaften waren einst mit einer Schmalspurbahn verbunden. Außer den schönen Stränden und Schutzgebieten ist auch die Besichtigung des "Lärchengutshauses", der Sommerresidenz des Chefs der NSDAP, Gauleiters Forster empfehlenswert, die langsam ihre einstige Pracht wiedererlangt.


Siehe auch:

Rund um die Bohnsacker Insel


Mottlau und Tote Weichsel - mit dem Kajak über Danzig