Die pommerischen Straßen schaffen einen spezifischen und einzigartigen Raum, in dem jeder Besucher eine Menge an Sehenswürdigkeiten findet. Die schönen Bürgerhäuser, die historischen Rathäuser, die stilvollen Restaurants und die gemütlichen Cafés werden durch viele bewundert und besucht. Das Herz einer jeden alten Stadt ist normalerweise der Markt, der bis heute noch seine repräsentative Funktion erfüllt. Die zu ihm führenden zauberhaften schmalen Straßen zeichnen sich oft mit einem spezifischen, für die gegebene Ortschaft charakteristischen Klima aus. Wie schön sind doch die Straßen von Gdańsk (Danzig), Chojnice (Konitz), Tczew (Dirschau) oder Wejherowo (Neustadt), die an einer Stelle, d.h. dem Markt, zusammentreffen. Es gibt auch junge Städte, wie Gdynia (Gdingen), wo die modernen Verkehrsadern, verbunden mit den modernistischen Gebäuden, eine vollkommen einzigartige Stadtanordnung europaweit schaffen.

     Die Altstadt in Starogard Gdański /Preußisch Stargard/ geht noch auf die Zeit des Deutschritterordens zurück. Sie wurde zwar viel umgebaut, dennoch weist sie viele Spuren der mittelalterlichen Architektur und städtebaulicher Anordnung auf.

Nach dem im Jahre 1305 der Deutschritterorden dieses Gebiet erwarb, hat er sich bald daran gemacht, das Gelände für den Bau einer Burgfestung abzustecken. Die Bauarbeiten wurden von Teodot aus Florenz ausgeführt, dem Stargard seine städtebauliche Anordnung mit dem regelmäßigen Netz an Straßen, die vom quadratischen, 107 m x 107 m großen Marktplatz ab führen, verdankt. Mitten auf dem Marktplatz steht das heutige Rathaus, das vom Anfang des 19. Jahrhunderts stammt, auf gotischen Fundamenten errichtet und schließlich 1893 umgebaut wurde. Das Ganze wird von Zinshäusern aus dem 19. und dem 20. Jahrhundert ergänzt.