Synagogen, orthodoxe Kirchen, Gebetshäuser sind Zeichen religiöser Toleranz und kultureller Vielfalt Pommerns.

Alte Synagoge in Kwidzyn

Die Synagoge wurde in den Jahren 1831 - 1833 auf einem Gelände. Sie wurde den Juden in den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder aberkannt und umgebaut.

Nach 1945 beherbergte sie eine Mineralwasser- und Fassbierabfüllanlage, weswegen sie erneut umgebaut wurde (Errichtung eines weiteren Stockwerks und Umgestaltung des Innenraums). Ein erhaltenes Archivfoto zeigt ein Fragment der Synagoge mit ihrer charakteristischen baulichen Ausgestaltung in Form von Gesimsen und von verzierender Stuckarbeit mit judaistischen Motiven. Es handelt sich um ein gemauertes Gebäude aus keramischen Vollziegeln im Bereich des gemischten Mauerwerksverbands, ursprünglich verputzt, mit Fensterbögen und Eingangstürbögen, die mit senkrechter Ziegelanordnung akzentuiert werden, eingeschossig mit einem Nutzdachboden, von einem Krüppelwalmdach mit keramischer Verkleidung (Hollanddachziegeln in der Verschalung) bedeckt, Dachstuhl von einer Holzkonstruktion mit Dachsparren und Kehlbalken. Das Gebäude war unterkellert und auf dem Plan eines 14 m x 11,5 m großen Rechtecks angelegt. Die Längswände (Ost- und Westwand) wurden von Strebepfeilern, die bis zur Dachtraufe reichen, verstärkt. An der südlichen Gebäudespitze befindet sich ein Risalit, der ebenfalls bis zur Dachtraufe reicht. Die gegenwärtigen Fassaden sind stark verändert worden, der Putz samt der Dekoration wurde abgetragen, Fensteröffnungen wurden teilweise vermauert und neue rechteckige Fenster, die den Dachboden erhellen, wurden angebracht. Derzeit ist das Gebäude absturzgefährdet und wird nicht genutzt.