Die Adelshöfe und die Schlösser von reichen pommerischen Familien sind eines der Merkmale unserer Region. Fast an jeder Ecke unserer Wojewodschaft sind Landgüter anzutreffen, deren Besitzer die berühmten Familien Krokowski, Przebendowski, von Massow, Wejher, von Puttkamer oder von Below waren. Besonders reich an alten Gutshöfen sind die nördliche Kaschubei und das Stolper Land. Dort blieben zahlreich die prächtigen, von historischen Wirtschaftshäusern umgebenen Sitze, mit weiten, nicht selten an gut gewachsenen mehrhundertjährigen Bäumen reichen Parks. Ein Teil davon gerät leider allmählich in Vergessenheit. Sie besitzen jedoch ihren zweifellosen Charme, der fasziniert und es für eine Weile möglich macht, in die längst vergangenen Zeiten einzutauchen, und deshalb erfordern sie sofortige Hilfe. Glücklicher Weise existiert auch eine beträchtliche Reihe an Objekten, die ihren alten Glanz wiedererlangt haben und heute Gäste, nicht nur aus Polen, sondern auch aus dem Ausland anziehen und zusammen ein beliebtes Tourismusprodukt bilden.

 

     Entdecken Sie die pommerischen Adelshöfe und Schlösser, ihre reiche Geschichte und die unglaublichen Schicksale ihrer alten Eigentümer.

Palast in Zwartowo

Die ersten historischen Erwähnungen über Zwartowo /Schwartow/ stammen von 1364. In dieser Zeit gehörte das Land dem Ritter Pater von Littow, dessen Nachfahren den Namen Schwartow übernahmen.

Vor 200 Jahren war die vermögende Familie von Jatzkow Eigentümer des Landguts, später (seit dem 17. Jh.) gehörte es u.a. den Familien von Krockow und von Somnitz. Der Gutsbesitz hat sein Aussehen dank Baron von Hammerstein, der Luxus liebte, verändert. Es wurde u.a. der Gutshof umgebaut und erhöht, die Innenräume wurden verziert, es wurde ein neuer Park angelegt und der Altbaumbestand geordnet. Der nächste Umbau des Gutshofs und eine Parkumgestaltung erfolgten nach 1904, als Küster (von Kunster) der Eigentümer der Anwesenheit war.

Nach dem 2. Weltkrieg ging der Gutshof in den Besitz des Staates über und es wurde hier zunächst eine Pflanzenzuchtanlage in Żelazna eingerichtet. Im Jahre 1958 wurde das Anwesen der Gefängnisverwaltung als Arbeitsort für Gefangene, sowie als Ferienanlage zur Verfügung gestellt. Diese Funktion erfüllt Zwartowo bis heute. Im Jahre 1997 wurde auf der Grundlage der Ferienanlage das Schulungszentrum für Gefängnisdienstpersonal eingerichtet.

Das Feriengebäude (Gutshaus) und Teile der Park- und Freizeitanlage werden systematisch modernisiert. Gegenwärtig verfügt die Anlage über 32 Gästezimmer mit Bad, gastronomische Einrichtungen (Kantine und Cafeteria) sowie eine Bar. Zwartowo ist ein guter Zielort für Feriengäste, die sich erholen wollen, wie auch für jene, die hier Schulungen, Konferenzen, Tagungen oder Banketts veranstalten wollen. Im Objekt befindet sich u.a. ein Computersaal mit 15 Arbeitsplätzen. Es gibt ein Tennisfeld, Volleyballfeld und Basketballfeld sowie einen Freizeit- und Sportausrüstungsverleih. In der Ferienzeit kann man auf dem direkt anliegenden Camping zelten. Im Sommer bietet das Ferienzentrum seinen Gästen entsprechendes Animationsprogramm an, darunter: Konzerte, Lagerfeuer- und Tanzabende. Zusätzliche Attraktionen umfassen eine Fahrt mit einem Pferdegespann, Reit- oder Busausflüge.

Zu den Vorzügen von Zwartowo zählen die Grünanlagen, die den Gutshof umgeben. Es kommen hier seltene Baumarten, wie etwa Tulpenbäume, Kanadische Helmlocktannen, Nordmann-Tannen, Blutbuchen vor.

tłum. EuroInterpret-D. Moser