Gotische, barocke, aus Holz, aus Backstein, mit Lehm gefüllt und verputzt, in Flechtwerk- bzw. Fachwerkbauweise errichtet, so abwechslungsreich sind Sakralobjekte nur in Pommern. Die kostbaren Einrichtungen, Wandmalereien und die unglaublichen Glasmalereien vervollständigen den Gesamteindruck der Bauwerke.

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Heilige-Leichnams-Kirche in Danzig

Adresse:

Ul. 3 Maja 19a

80-803 Gdańsk

Kontaktdetails:

Tel. 58 302 52 38

Die polnisch-katholische Heilige-Leichnams-Kirche befindet sich am Fuße des Hagelbergs. Sie stand ursprünglich außerhalb der Stadtmauern.

Die erste Erwähnung über ihre Existenz stammt bereits aus dem Jahre 1380.

Der Kirchenkomplex umfasste auch den Heilige-Leichnams-Friedhof sowie ein Hospital für Kranke, die an Ansteckungskrankheiten litten, vor allem für Leprakranke. Das Gotteshaus wurde mehrmals durch Feuersbrünste und Gefechte mit dem Deutschritterorden, wie auch im Krieg gegen den polnischen König Stephan Báthory zerstört.

Die Pfarrei der polnisch-katholischen Kirche wurde im Jahre 1945 gegründet, als an einem Maisonntag eine Menschengruppe hierher kam, um das zerstörte Danzig wieder aufzuräumen und die abstehenden Mauern mit den ausgebrannten Augäpfeln der Fenster wieder in einen nutzfertigen Zustand zu bringen. Die neben der Kirche erhaltenen Gebäude wurden von den ersten Pionieren und den Übersiedlern - den Mitgliedern der Nationalkirche bewohnt. Sie versammelten sich um die zerstörte Kirche.

Im letzten Krieg wurde die Kirche nicht allzu stark in Mitleidenschaft gezogen, weswegen sie auch ihre Originalinneneinrichtung behielt. Die ungemein reiche Inneneinrichtung des Gotteshauses, u.a. die Holzkanzel, die im 18. Jahrhundert zum Gedenken an den Prediger Jakob Hegge, der erste protestantische Predigten hielt, entstanden ist, erregt dabei besondere Aufmerksamkeit.

Dabei sollte unterstrichen werden, dass auch zahlreiche Darstellungen des Danziger Wappens an unterschiedlichen Stellen angebracht wurden - die Kirche, genauso wie das Hospital, wurde von der Stadt unterhalten und deswegen hat sie auf diese Weise dem Magistrat sein materielles Engagement entlohnt. Das zentrale Element des Gotteshauses bildet der barocke Altar mit der Kopie der Darstellung der Heiligen Familie von Raphael.

Im Jahre 2002 wurde auf die Initiative des lokalen Pfarrers hin (in der Nachbarschaft der Kirche) ein Denkmal - der Friedhof nicht existierender Friedhöfe - eröffnet. Ein Symbol, das die Vergangenheit mit der Zukunft verbindet, ein Denkmal der multikonfessionellen und multinationalen Stadt Danzig.