Pommern ist ein Paradies für Wasserliebhaber. Ein Merkmal der Region ist nicht nur die Ostsee, sondern auch die unzählige Menge an Seen, gelegen in der Kaschubei und in Kociewie. Wer von uns kennt die berühmte Kaschubische Schweiz nicht, die zu den schönsten Regionen des Landes gezählt wird. Die schmalen, gewundenen und langen Gewässer füllen dort die postglazialen Rinnen aus und schaffen außergewöhnlich malerische Landschaften (z.B. die Seen Raduńskie, Ostrzyckie, Charzykowskie, Wdzydze, Gowidlińskie, Borzechowskie).  Hier treten auch einzigartige und naturmäßig sehr wertvolle Lobellienseen auf (das Gebiet von Bory Tucholskie /Tucheler Heide/, die Umgebung von Bytów /Bütow/) sowie Küstenseen (Leba-, Jordan-, Sarbsksee). Die pommerischen Seen eignen sich auch zum Segeln, was jeder Liebhaber dieser wunderbaren Disziplin auch weiß. Viele Ortschaften besitzen eine ausgebaute Wassertourismusbasis und zu den beliebtesten gehören Seen, auf den mit Booten gefahren werden darf: Charzykowskie, Karsińskie, Raduńskie, Ostrzyckie, Jasień, Mausz, Kałębie, Żarnowieckie.

Lebasee

Lebasee

     Er ist der größte Küstensee Polens und zugleich das drittgrößte (nach Spirdingsee und Mauersee) Wassergebiet im Binnenland.

Die Seefläche ist seit 1941 um ca. 382 ha kleiner und unterliegt gegenwärtig weiterer Verringerung. Das Becken wird immer flacher, was auf seinem ganzen Gebiet zu beobachten ist. In der Küstenzone ist wohl die Sedimentierung vom Sand aus den Dünengebieten der Lebanehrung sowie der Wachstum der Röhrichte, die an flachen und sumpfigen Küsten wachsen, der Grund davon. Sie bilden einen Gürtel mit unterschiedlicher breite von einem Dutzend bis sogar 400 m um das Becken herum. Auch in einer größeren Entfernung vom Ufer werden von Jahr zu Jahr eine Flächenvergrößerung und die Zahl der neu entstandenen Röhrichteinseln, die aus der Wassertiefe emportauchen, beobachtet.

Das Seewasser ist eutrophisch (reich an Nährstoffen) und wenig transparent. Die Verschmutzungen, die durch die den See versorgenden Flüsse sowie die in den See auslaufenden Meliorationsgraben befördert werden tragen dazu bei, dass das Seewasser als Reinheitsstufe III. klassifiziert wird. Aufgrund der eingenommenen Fläche sowie der Lage in der Auswirkungszone von kräftigen Winden (durchschnittliche Geschwindigkeit 4,1 m/s) schlagen die Wellen auf dem Lebasee besonders stark. Ähnlich wie bei Jordansee, mischt sich bei kräftigen Seestürmen, die von der Ostsee wehen, das Meereswasser mit dem Gewässer des Lebasees. Dieses vorübergehende Phänomen des Rückstaus, d.h. die Tatsache, dass das Meereswasser durch den Mündungsabschnitt des Lebaflusses einfließt, verursacht einen kleinen, wechselnden Salzgehalt in den Seegewässern sowie eine vorläufige Erhöhung des Wasserspiegels. Der Unterschied bezüglich des Wasserspiegelniveaus der Ostsee und des Lebasees von nur 10 cm intensiviert diesen Prozess bedeutend.

An manchen Stellen beträgt der Salzgehalt 10 Promille. Der Seeboden ist abwechslungsreich gestaltet durch die tiefen, Breitenkreisrinnen. Das südliche Ufer ist meist sumpfig. Ein Teil des Küstenwassers ist stark mit dem Röhricht bewachsen. Da hier die Niststellen von Wasservögeln geschützt werden, ist der See nur entlang einer abgesteckten Route zugänglich. Am südlichen Ufer liegen die Fischerdörfer: Żarnowska (Lebafelde), Gać (Gatz), Izbica (Giesebitz), Kluki (Kluken), und am nördlichen Rąbka (Rumbke).