Gotische, barocke, aus Holz, aus Backstein, mit Lehm gefüllt und verputzt, in Flechtwerk- bzw. Fachwerkbauweise errichtet, so abwechslungsreich sind Sakralobjekte nur in Pommern. Die kostbaren Einrichtungen, Wandmalereien und die unglaublichen Glasmalereien vervollständigen den Gesamteindruck der Bauwerke.

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Bartholomäuskirche

Adresse:

Ul. Zaułek Św. Bartłomieja 1

80-847 Gdańsk

Kontaktdetails:

Tel. 58 301 66 96

Die Bartholomäuskirche, gegenwärtig eine griechisch-katholische Kirche, befindet sich in der Danziger Altstadt (Stare Miasto)in der Zaułek Świętego Bartłomieja Straße (Bartholomäikirchengasse).

Der Tempel stammt aus dem 15. Jahrhundert und vom 16. bis zum 20. Jahrhundert stellte er eine lutherische Kirche. In den Jahren 1591-1600 wurde an das Hallengebäude ein Turm im gotischen Stile angebaut, im Innern befindet sich ein Ikonostas, eine Zierwand voller Ikonen.

Im 2. Weltkrieg wurde der Bau fast vollständig zerstört, sein Wiederaufbau dauerte über 25 Jahre. In seinem Innern sind schöne gotische Gewölben von der Sakristei und der Kapelle sowie Kristallgewölben in den Seitennischen erhalten geblieben. Nach dem Wiederaufbau gehörte die Kirche bis zum Jahre 1900 dem Jesuitenorden.

Seit 1996 bildet der Tempel eine griechisch-katholische Kirche, die als eine Kirche der byzantinisch-ukrainischen Konfession den Namen Bartholmäus- und Muttergotteskirche trägt und eine Konkathedrale der Breslauer-Danziger Eparchie stellt, was einer katholischen Diözese entspricht. Die griechisch-katholische Kirche ist eine religiöse Gemeinschaft, die von der russisch-orthodoxen Kirche im Zuge der kirchlichen Union von Brest-Litowsk von 1596 ausgesondert wurde, im Rahmen derer ein Teil der orthodoxen Gläubigen, die auf dem Gebiet des Königreich Polens lebten, die Oberhoheit des römischen Papstes anerkannte und die katholischen Dogmen annahm, jedoch eigenen Ritus beibehielt. Sowohl die Kirchenausstattung, als auch die Liturgie sind in der byzantinischen Kultur verwurzelt. Ein großer Teil der Gläubigen in der Pfarrei sind Personen ukrainischen Ursprungs, wodurch sie eins der Zentren ukrainischer Kultur in Danzig bildet.