Die Adelshöfe und die Schlösser von reichen pommerischen Familien sind eines der Merkmale unserer Region. Fast an jeder Ecke unserer Wojewodschaft sind Landgüter anzutreffen, deren Besitzer die berühmten Familien Krokowski, Przebendowski, von Massow, Wejher, von Puttkamer oder von Below waren. Besonders reich an alten Gutshöfen sind die nördliche Kaschubei und das Stolper Land. Dort blieben zahlreich die prächtigen, von historischen Wirtschaftshäusern umgebenen Sitze, mit weiten, nicht selten an gut gewachsenen mehrhundertjährigen Bäumen reichen Parks. Ein Teil davon gerät leider allmählich in Vergessenheit. Sie besitzen jedoch ihren zweifellosen Charme, der fasziniert und es für eine Weile möglich macht, in die längst vergangenen Zeiten einzutauchen, und deshalb erfordern sie sofortige Hilfe. Glücklicher Weise existiert auch eine beträchtliche Reihe an Objekten, die ihren alten Glanz wiedererlangt haben und heute Gäste, nicht nur aus Polen, sondern auch aus dem Ausland anziehen und zusammen ein beliebtes Tourismusprodukt bilden.

 

     Entdecken Sie die pommerischen Adelshöfe und Schlösser, ihre reiche Geschichte und die unglaublichen Schicksale ihrer alten Eigentümer.

Palast- und Parkkomplex in Krokowa

Das Schloss in Krokowa /Krockow/ stellt einen Palast- und Parkkomplex, ein schönes Architekturobjekt, Hotel und ein lokales Kulturzentrum dar.

Der mittelalterliche Sitz der Familie von Krockow mit zwei Ecktürmen. Im 16. Jahrhundert hatte Reinhold von Krockow, ein Offizier in der königlichen Armee von Sigismund August und Stephan Bathory mit dem Umbau des Familiensitzes begonnen und ihm eine Renaissanceform verliehen. Das Schloss wurde mit Erdwällen und einem Schlossgraben befestigt, der bis heute erhalten geblieben ist. Die barocke Ausgestaltung und Palastcharakter erfuhr das Objekt Ende des 18. Jahrhunderts, als es von Albert von Krockow, dem Wahnsinnigen, umgebaut wurde. Aus dieser Zeit stammt auch der Schlosspark. Die Geschichte der Familie von Krockow war typisch für Einwohner des Grenzgebiets. Ihre Mitglieder nahmen unterschiedliche Seiten in den Konflikten ein, welche die Region heimsuchten und dienten damit mal den polnischen mal den gegnerischen Interessen. Das Schloss überstand den 2. Weltkrieg im guten Zustand, wurde jedoch in den Nachkriegsjahren als Sitz des Landgenossenschaftsbetriebs stark in Mitleidenschaft gezogen. Bessere Zeiten für das Objekt kamen erst mit dem Jahr 1989. In jener Zeit ist die deutsch-polnische Stiftung Europäische Begegnungen - Kaschubisches Kulturzentrum entstanden. Zu den Initiatoren ihrer Gründung zählten der in Deutschland lebende Nachfahre des von Krockow Geschlechts sowie die kommunalen Behörden von Krokowa. Das Schloss wurde restauriert, stellte den Sitz der Stiftung und wurde gleichzeitig zum Luxushotel mit einem Restaurant. Die 34 Doppelzimmer bieten Übernachtungsmöglichkeit an einem traditionsreichen Ort, der von einem Park umgeben wird, in dem viele Bäume Naturdenkmäler darstellen.


Das Schloss in Krokowa ist ein schöner und interessanter Ort, der vorzügliche Aufenthaltsbedingungen sowohl für Individualreisende, als auch für Reisegruppen, Integrationsveranstaltungen oder Schulungen bietet. Das reichhaltige Freizeitangebot des Hotelkomplexes sowie die Nähe zu Meer bewirken, dass dieser Ort sehr gerne von Touristen besucht wird.