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Wohnensemble der Bank für Landeswirtschaft BGK in Gdynia

Wohnensemble der Bank für Landeswirtschaft BGK in Gdynia

Das Gebäude ist das (nach Volumen) größte Wohnhaus aus der Zwischenkriegszeit in Gdynia und seine Länge an der 3 Maja-Straße beträgt über 90 m.

Das Gebäude war ein Entwurf des Ing. Arch. Stanisław Ziołowski und der Bauherr war der Rentenfonds für Angestellte der Bank für Landeswirtschaft (BGK). Das Gebäude wurde in den Jahren 1935-1939 in drei getrennten Etappen errichtet und besteht eigentlich aus drei getrennten Bauwerken, die eine unabhängige Konstruktion haben, aber von außen wunderbar zusammengeschmolzen wurden. Das Gebäude ist eine moderne Konstruktion aus Stahlbetonskelett mit Ziegelausmauerung. Von der Seite der 3 Maja-Straße ist ein Aufbau in Form eines halbrunden Türmchens, so charakteristisch für die Gdinger Architektur, auffällig. Aufgrund seiner als "Schiff-Stil" bezeichneten Form wird das Gebäude zum späten Funktionalismus gezählt, der eine Mode für helle Fassaden mit deutlicher Oberflächenstruktur, expressive, flache Blöcke ohne Balkons, große, horizontale Verglasungen und die Ständerkonstruktion, verbunden mit Laube und zurückgesetztem Eingang, eingeführt hat.

Es war das erste Appartementhaus in Polen. Das Gebäude hat eine "Treppe mit Seele", ein "kosmisches Auge", welches das zusätzliche Licht ins Innere des Hauses bringt. Die Eingangshalle ist mit einer Mosaik aus Terrakotta-Fliesen verziert. Im Gebäude befindet sich ein Minimuseum, das von den Einwohnern des Hauses gegründet wurde (Kustodin und Guter Geist des Museums ist Frau Maria Piradoff-Link), sowie - fast ab dem Zeitpunkt seiner Entstehung - das Café "Cyganeria" ("Bohème") - ein künstlerisches Café, das im Stil des Art déco der 30er Jahre eingerichtet ist. Das "Minimuseum" im Haus in 3 Maja-Straße Nr. 27/31 wurde 2009 durch die Wohnungseigentümergenossenschaft "Bankowiec" ("Bankangestellter") öffentlich zugänglich gemacht. Im Minimuseum fanden ihren Platz Originalelemente der Ausstattung der Wohnungen und der gemeinschaftlichen Bereiche, Dokumentation der Immobilie und Fotografien aus dem Inneren der Wohnungen. Zu sehen sind u.a. ein Handmangel aus der Vorkriegszeit, Schutzkeller mit seiner Ausstattung, Messingtafeln mit der Einwohnerliste und Wohnungsnummern, Mauerbriefkasten, Marmor- und Steinelemente der Ausstattung der Treppenhäuser.

Das Objekt befindet sich auf der Route des Gdinger Modernismus (Gdyński Szlak Modernizmu), auf der Route Nr. 1.

Źródła: Encyklopedia Gdyńska, http://modernizmgdyni.pl/