Gotische, barocke, aus Holz, aus Backstein, mit Lehm gefüllt und verputzt, in Flechtwerk- bzw. Fachwerkbauweise errichtet, so abwechslungsreich sind Sakralobjekte nur in Pommern. Die kostbaren Einrichtungen, Wandmalereien und die unglaublichen Glasmalereien vervollständigen den Gesamteindruck der Bauwerke.

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Kirchruinen in Steblewo

Steblewo /Stüblau/ ist eine Ansiedlung aus dem 14. Jahrhundert, die eng mit dem Handelstrakt von Gdańsk /Danzig/ nach Elbląg /Elbing/ verbunden ist und zum ersten Mal im Jahre 1305 als eine Schenkung des polnischen Königs Wacław II. an den Deutschritterorden erwähnt wurde.

In der Zeit des "Schwedeneinfalls" im Jahre 1656 haben die Danziger Einwohner in der Nähe von Steblewo eine Schanze errichtet, die den Schweden den Zugang zur Weichsel verwehren sollte, die jedoch durch die schwedische Armee, genauso wie das Dorf selbst, eingenommen wurde.


Während des Besuchs von Steblewo ist die Besichtigung der gotischen Kirche empfehlenswert, die in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet wurde. Das zweigeschossige Objekt mit dem massiven Frontturm und dem Vestibül auf der Westseite wurde durch einen Brand im Jahre 1945 zerstört. Seit dem sind lediglich die Außenmauern sowie ein Teil des Turms erhalten geblieben. Das Gotteshaus wurde zunächst durch die Katholiken genutzt, im 16. Jahrhundert wurde es jedoch durch die Protestanten übernommen. Die Kirche wird von einem historischen Friedhof umgeben, der zusammen mit der Kirchenbau angelegt wurde und auf dem eine Kapelle, das Familiengrab der Familie Wessel von 1854 sowie Grabstelen aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten geblieben sind.