POMORSKIE – eine REGION, WO HONIG FLIEßT

POMORSKIE – eine REGION, WO HONIG FLIEßT

Recht süßer Geschmack vom Honig, das Summen von beanspruchten Bienen und Entspannung bei einer Flasche guten Honigweins. Klingt es spannend? Bist du an solcher Art von Erholung interessiert, dann entdecke mit uns das Api-Gesicht von Woiwodschaft Pomorskie!

Pomorskie kann sich uralter Waldbienenzucht-Traditionen rühmen, die ein bis heute wenig bekanntes Kapitel seiner Geschichte und Kultur bilden. Im Mittelalter war Waldbienenzucht eine der wichtigsten Beschäftigungen hiesiger Bevölkerung. Die Entwicklung von Waldbienenzucht begünstigten weitläufige Waldflächen und große Nachfrage nach Honig und Wachs.

Waldbienenzucht war nichts anderes als eine Zucht von Bienenfamilien in natürlichen oder vom Menschen gesetzten Baumstämmen, die mit sogenannter "cisna", d.h. mit dem einem einzelnen Waldbienenzüchter zustehendem Zeichen, markiert waren. Natürlicherweise floss aus diesen Stämmen nicht nur Honig aber auch Ertrag für den Herrscher, weil Alles mit Steuern belegt war. Waldbienenzüchter organisierten sich in Zünfte, auf derer Spitze ein Starost stand. Sie hatten eigene Satzungen und Gerichte. Ein Urteilsspruch musste von allen Körperschaftsmitgliedern akzeptiert werden und die gefällten Urteile waren für ihre Härte bekannt.

Historische Kompliziertheit hiesiger Gebiete fanden eine starken Widerhall nicht nur in den Siedlungen aber auch im tiefsten Walddickicht. Starken Einfluss auf die Bienenzucht hatten kirchliche Orden, die die umliegenden Wälder im Mittelalter oft verwalteten. Auf diese Weise nahmen die Zisterzienser aus Oliva unter seine Fittiche die an Bienenbeuten reiche Dörfer Ostrzyce und Dzierżążno und "weiße Mönche" aus Bukowo bekamen u.a. Bobolin und Karnieszewice. Ihren Anteil an den wirtschaftlichen Bienenzucht-Nutzen hatten auch Mönche aus Słupsk. Das 15. Jahrhundert brachte mit sich Intensivierung der Landwirtschaft und Entwicklung vom Siedlungsnetz und dadurch erhebliche Verminderung von Urwäldern. Einen negativen Einfluss auf Waldbienenzucht hatten auch Kriege, und in den späteren Jahrhunderten ein von preußischer Regierung erteilter Verbot, nach dem keine neuen Bienenbeuten gegründet werden konnten.

Mit dem langsamen Rückgang der Waldbienenzucht verzichtete man jedoch auf die Bienenzucht nicht. Sie verwandelte sich in am Haus gelegene Imkerei, Baumstämme ersetzte man durch Bienenstöcke. Großer Beliebtheit in Pomorze erfreuten sich sogenannte "kószki", d.h. die aus Stroh oder Rohr geflochtenen und mit Lehm abgedichteten "Häuschen" für Bienenfamilien. Ein anderer Ort, der von Bienen besiedelt wurde, bildeten Holzklötze, d.h. Bienenstöcke aus den ausgehöhlten Teilen von Baumstämmen.

Heutzutage sind die Spuren älterer Traditionen nicht nur an den Namen von Ortschaften, wie Ulkowy, Trutnowy oder Pszczółki, zu erkennen, man sieht sie auch im Kaschubischen Ethnografischen Park (poln. Kaszubski Park Etnograficzny)und auf dem botanischen Lehrpfad in Tucheler Heide (poln. Bory Tucholskie), wo Bienenzuchtholzklötze präsentiert werden. Eine interessante Alternative, sich von Eile, Stress und rasendem Leben loszureißen, ist ein Besuch in ökologischer Imkerei, Kostprobe von regionalen Honigsorten oder Beobachtung von Bienenfamilien. Bienen wecken Interesse nicht nur aufgrund unheimlicher Präzision bei der Ausführung der von der Natur beauftragten Aufgaben oder wunderbar gestalteter Gemeinschaft, aber auch ... aufgrund der Art von ihrer Vermehrung. Höchstens interessant ist es dabei das Auftreten von der Jungfernzeugung, die vom für polnische Bienenzucht verdienten, schlesischen Priester Jan Dzierżoń im 19. Jahrhundert entdeckt worden ist.

Aus der breiten Palette an Nutzen, die mit dem Besuch der für Touristen geöffneten Imkereien verbunden sind, sollte man auch eine Möglichkeit nennen, sich mit der Wirkung der aus dem "Bienenstock-Labor" stammenden Honig-Arzneimittel vertraut zu machen. Eines der stärksten Mittel ist Propolis. Die anderen sind z.B. Bienenpollen oder Bienenköniginnenfuttersaft.

 

Sogenannte Api-Touristik (lat. 'apis' - Biene) ist eine hervorragende, viele Nutzen in sich vereinende Erholungsform. Wenn du schwierige, trotzdem wunderschöne Arbeit des Imkers kennenlernen möchtest, dich für Metsiederei interessierst, Feinschmecker vom Met bist, oder dich auf eine ungewöhnliche Art und Weise erholen willst, dann solltest du dich mit unserem Angebot vertraut machen!

Liste der interessantesten, mit der Api-Touristik verbundenen Orte in unserer Woiwodschaft!

*Imkerei Wędrowna Barć in Krzemienica - bietet folgendes an: Kostprobe vom Honig, populärwissenschaftlicher Vortrag, Demonstration der Bienenzucht-Geräte und sogenannte "grüne Lehrstunden", während derer man das Leben einer im speziellen Glas-Bienenstock lebenden Bienenfamilie beobachten kann.

*Eko Barć beschäftigt sich mit dem Verkauf vom Waldhonig, der in die vom Ministerium für Landwirtschaft und -entwicklung geführte Liste von Traditionsprodukten eingetragen worden ist. Die Besucher von Eko Barć können auch eine Herde (200 Stück) der von den Besitzer gezüchteten Damhirsche bewundern.

*Imkerei "U Strusi" bietet nicht nur Verkauf vom Honig an, sondern auch die dem Leben von Bienen gewidmeten Unterrichtsstunden, Sprechstunden im Bereich der Apitherapie und Beobachtung einer Bienenfamilie, die ein verglaster Bienenstock bewohnt. Zur zusätzlichen Attraktion werden die von den Imkerei-Besitzern gezüchteten Strauße, d.i. die größten Vögel der Welt!

*Gdańska Brovarnia- Kostprobe vom Met ("Maliniak" und "Koronny" aus der Imkerei Jaros)

*Imkerei Dębowa- verkauft Kosmetika, Arzneimittel und Erzeugnisse, die auf der Basis vom Honig und anderen von Bienen hergestellten Produkten produziert werden.

*Ethnografischer Park in Wdzydze Kiszewskie präsentiert u.a. Exponate, die mit der traditionellen Bienenzucht in der Kaschubei verbunden sind (Bienenzuchtgeräte und Stroh-Bienenstöcke ).

*Honig-Museum in Pszczółki ist ein kleines, interaktives Museum, das 2006 gegründet worden ist. Dort kann man verschiedene Elemente von Imkerei-Zubehör und Bienenzüchterkleidung sehen und an den verschiedenen Lehrveranstaltungen teilnehmen, u.a. Ausfertigung von Kerzen aus der Honigwabe.

*Muzeum Ziemi Puckiej präsentiert seit 2016 eine Dauerausstellung "Pommersche Bienenzucht".

*Erholung im Salon ZEMSAI Day Spa in Gdynia, der in Rahmen seines breiten Angebots eine straffende Antizellulitis-Massage mit dem warmen Honig vorsieht.