Zahlreiche Museen beherbergen kostbare Sammlungen und Schätze des Kulturerbes Pommerns.

Nationalmuseum in Gdańsk

Das Nationalmuseum in Gdańsk /Danzig/ - hat Sammlungen und Traditionen zweier Einrichtungen beerbt - des Städtischen Museums (1870) und des Kunsthandwerksmuseums (1881), es gehört zu den ältesten in Polen.

Das Hauptgebäude ist ein Franziskanerkloster aus der Spätrenaissance, das in den Jahren 1867 - 1871 zu Museumszwecken umfunktioniert wurde. Das Städtische Museum verdankte seine wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten der Carl G. Klose Stiftung (1794 - 1868), wobei der Hauptteil seiner Bestände die Sammlung von Jocob Kabrun (1759 - 1814) stellte und einige tausend Gemälde, Zeichnungen und Stiche alter europäischer Meister vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts umfasste. Sie wurde testamentarisch durch ihren Eigentümer der Stadt überschrieben.


Den Ansatz für die Bestände des Kunsthandwerksmuseums bildete die 1881 erworbene Sammlung von Ludwig Garbe, die einige tausend Exponate (Möbel, Fayence- und Buntmetallgegenstände) umfasste. Kirchen haben dem Museum mittelalterliche Danziger und pommersche Skulpturen und Handwerkerzünfte Kunsthandwerkobjekte übergeben. Eine wichtige Rolle bei der Vergrößerung der Museumsbestände spielten Schenkungen und Legate Danziger und pommerscher Familien. Alle Namen der Spender behält das Museum in dankbarer Erinnerung auf den Karten seiner Geschichte.


Ende des 2. Weltkriegs wurde das Gebäude zu 65% zerstört, ein beträchtlicher Teil der Sammlung ist verschollen (u.a. sind vollständig die Abteilungen der Numismatik und der fernöstlicher Kunst verschwunden), Bibliotheksbestände und Museumsdokumentation haben ebenso gelitten. Die erste Nachkriegsausstellung wurde 1948 eröffnet.


Im Jahre 1956 kehrten das in den Kriegswirren verschollene Memling Triptychon sowie ein Teil der Gemälde-, Zeichnungen- und Stichsammlung ins Museum zurück. In den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden im organisatorischen Bereich der Einrichtung Pläne und Konzeptionen für weitere spätere eigenständige Museen, wie etwa das Zentrale Meeresmuseum, das Archäologische Museum, das Geschichtsmuseum der Stadt Gdańsk.


Das Nationalmuseum in Gdańsk, im dessen Hauptgebäude sich die Abteilung der Altertümlichen Kunst befindet, verfügt noch über sechs weitere Abteilungen:

- Abteilung für Moderne Kunst im Äbtepalast in Oliwa;

- Ethnographische Abteilung im Äbtekornspeicher;

- Grünes Tor, wo befristete Ausstellungen präsentiert werden;

- Danziger Kunstgalerie, wo fotographische Bestände ausgestellt werden;

- Museum der Nationalhymne in Będomin /Bendomin/ bei Kościerzyna /Berent/, das sich im Gutshaus von Joseph Wybicki befindet;

- Museum für Adelstradition in Waplewo Wielkie /Waplitz/.