Zahlreiche Museen beherbergen kostbare Sammlungen und Schätze des Kulturerbes Pommerns.

Kaschubisches Museum in Kartuzy

Die Geschichte des Kaschubischen Museums ist mit der Person seines Gründers und des ersten Kustos, Franciszek Treder und seiner Sammler- und Forscherleidenschaft verbunden.

Franciszek Treder wurde 1903 in Łączyńska Huta bei Kartuzy /Karthaus/ geboren und starb 1980 in Gdynia /Gdingen/. Bereits vor dem 2. Weltkrieg hat die Kreisbehörde in Kartuzy überlegt, in der Stadt das Kaschubische Museum zu eröffnen. Der Ausbruch des 2. Weltkriegs hat diese Pläne jedoch verhindert. Beim erneuten Zusammentragen der Exponate halfen Treder u.a. Franciszka Majkowska, der Anwalt Wiktor Hirsch, Dr. Henryk Kotowski, Robert Komkowski, Aleksander Arendt, Feliks Marszałkowski. 1947 gründeten sie Dr.-Aleksander-Majkowski-Gesellschaft der Freunde des Kaschubischen Museums in Kartuzy. Das Kaschubische Museum hat seinen Sitz im ehemaligen deutschen Gebäude, das vom Ministerium für Öffentliche Sicherheit überlassen wurde. Bis heute stellt es den Sitz des Kaschubischen Museums. Die offizielle Eröffnung des Kaschubischen Museums erfolgte am 01. Mai 1947 und am 01. Januar 1950 wurde das Kaschubische Museum verstaatlicht und die Gesellschaft abgeschafft. Treder wurde zum Leiter und Fachangestellten des Museums. Für Touristen und Einwohner von Kaschubien wurde er zu einer Legende und einem bekannten Kaschubei-Forscher.

Im Erdgeschoss wurden Ausstellungen zum Thema Fischerei, Landwirtschaft, Haushaltsgegenstände sowie Töpferei vorbereitet. Im Obergeschoss sind Elemente der kaschubischen Kultur und Bräuche, Folkloregegenstände zu sehen und man erfährt, was alles in eine Hochzeitstruhe gehörte und wie eine kaschubische Kammer ausgesehen hatte.