Gotische, barocke, aus Holz, aus Backstein, mit Lehm gefüllt und verputzt, in Flechtwerk- bzw. Fachwerkbauweise errichtet, so abwechslungsreich sind Sakralobjekte nur in Pommern. Die kostbaren Einrichtungen, Wandmalereien und die unglaublichen Glasmalereien vervollständigen den Gesamteindruck der Bauwerke.

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Jakobskirche in Człuchów

Die Geschichte der Jakobskirche in Człuchów /Schlochau/ reicht ins 13. Jahrhundert zurück. Errichtet wurde sie während der Herrschaft der Pommerschen Herzöge als ein Holzbauwerk.

In der Reformationszeit befand sie sich zunächst unter der Aufsicht der Protestanten. Der darauffolgende Starost, Bartłomiej Tylicki, unternahm wirksame Bestrebungen um die Kirche an die Katholiken zu übergeben. Seitdem kam die ganze Pfarrei in die Hand der Familie von Weiher. Der letzte der von Weihers - Jakob, baute die Holzkirche in eine gemauerte um. Seit 1644 wurden Bauarbeiten durchgeführt, im Rahmen derer eine Sakristei hinzu gebaut wurde, über der sich die private Kapelle der Familie von Weiher einfand. In den Folgejahren bekam die Kirche einen Turm, an den ein vergoldeter Helm mit Kugel und einer Dachfahne mit dem Datum 1714 angebracht wurde. Zur Erinnerung daran wurden für die nachkommenden Generationen Dokumente niedergeschrieben, eine Art Stadt- und Kirchenchronik, die in die vergoldete Kugel hineingelegt wurden.

1926 begann man mit dem Umbau der Kirche, weil die bestehende sich als zu klein für die Bedürfnisse der Pfarrei erwies. Außer dem Kirchengebäude wurde auch der Turm fast 14 m zusätzlich erhöht, selbst die Mauer wurde um 4 m erhöht. Die Farbgebung des Hauptaltars wurde gegenwärtig in den Originalzustand zurückgebracht. Auch der Orgel mit 27 Registern, den Geländern, Beichtstühlen und Treppen wurde ihre alte Pracht zurückverliehen.