Gotische, barocke, aus Holz, aus Backstein, mit Lehm gefüllt und verputzt, in Flechtwerk- bzw. Fachwerkbauweise errichtet, so abwechslungsreich sind Sakralobjekte nur in Pommern. Die kostbaren Einrichtungen, Wandmalereien und die unglaublichen Glasmalereien vervollständigen den Gesamteindruck der Bauwerke.

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Albertkirche in Leszkowy

Leszkowy /Letzkau/ ist ein Dorf, das an der ehemaligen Handelsroute von Gdańsk /Danzig/ nach Elbląg /Elbing/ bei der Kolonisation dieses Gebiets durch den Deutschritterorden gegründet worden ist.

Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Ansiedlung niedergebrannt und im Jahre 1627 wurde sie verwüstet und geplündert. Mitte des 17. Jahrhunderts kamen Mennoniten, die sich hier angesiedelt haben. Der Dorfname stammt wahrscheinlich von seinem Gründer Lesko und lautete zunächst Leskowo, später Leszkowy.


In Leszkowy ist die Albertkirche sehenswert, eine Filialkirche des Gotteshauses in Cedry Wielkie /Groß Zünder/. Das Gebäude entstand Mitte des 14. Jahrhunderts und wies damals eine Skelettkonstruktion auf, die mit Ziegeln gefüllt war. Später wurde ein Holzturm mit einer Turmuhr und einer Glocke angebaut. Im 19. Jahrhundert wurde das ganze Objekt um ein Seitenschiff erweitert und es wurde ein neogotischer Giebel hinzu gebaut, der dem Giebel der Kirche in Trutnowy /Trutenau/ nachempfunden wurde.


Nach dem Ende des 2. Weltkriegs stand die Kirche verlassen und teilweise zerstört. Erst in den Jahren 1989-1992 wurde der Versuch unternommen, sie wiederaufzubauen. Der Wiederaufbau erfolgte jedoch auch nur teilweise. Bei den Modernisierungsarbeiten wurden die mittelalterlichen Elemente entfernt, von der einstigen Inneneinrichtung sind nur 4 Grabsteinplatten erhalten geblieben, die sich im Fußboden befinden.