Gdynia /Gdingen/ eine Stadt, die aus der See und den Träumen der Vorkriegsgeneration der Polen hervorgegangen ist,  wie es der polnische Schriftsteller aus dieser Zeit, Stefan Żeromski, zu sagen vermochte: „… ein Meisterstück, das in Holz, Stein, Beton und Eisen geschaffen wurde – dieses übermächtige Drama, das zu zeigen vermag, wie dem Meer sein Wasser, Kraft, Tiefe und Macht entrissen wird…“. Heute stellt es eine moderne und sich dynamisch entwickelnde Stadt mit einer modernen Architektur und ihrer zur See hin ausgerichteten Wirtschaft dar.

tłum. EuroInterpret-D. Moser

Gdinger Automuseum

Gdinger Automuseum

     Das Gdinger Automuseum ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit eines Enthusiasten, der jahrzehntelang jede erdenkliche freie Minute Fahrzeugen und Motorrädern widmete. Heute zeigt er sie mit Stolz und mit Recht, denn es gibt was zu sehen.

Alles begann mit der jugendlichen, ja fast kindlichen Leidenschaft von Witold Ciążkowski. Als andere Kinder Tiere, Blumen und Häuser malten, zeichnete er ständig das Abbild eines Autos oder eines Motorrads. Das erste Motorrad kaufte er für sein mühevoll erspartes Geld, als er acht Jahre alt war. Danach kam ein zweites, ein drittes und später alte Autos, die unter der Hand eines geschickten jungen Sammlers ihren alten Glanz und Funktionstüchtigkeit wiedererlangten. Schließlich kam die Idee auf, diese Sammlung anderen Menschen zu zeigen - so wurde die Idee des Automuseums geboren. Der Weg von der Idee zu ihrer Umsetzung war lang und steinig, aber konnte schließlich umgesetzt werden. Die alte Hafenhalle wurde umgebaut und angepasst um zu einem Ausstellungsort für historische Fahrzeuge, die oft nur knapp dem Schmelzofen entkommen sind, umgewandelt zu werden. Jedes erlangte Fahrzeug, sei es ein Auto oder ein Motorrad, wurde bis auf kleinste Schrauben auseinandergebaut, gesäubert, konserviert und repariert - hier zeigte sich die Ausbildung des Enthusiasten von Vorteil, denn es ist leicht sich vorstellen zu können, dass er seine Ausbildung und sein Berufsleben den Motoren gewidmet hat. Die Sammlung von Witold Ciążkowski ist riesig (30 Autos und 150 Motorräder), aber im Automuseum kann man auch andere Exponate sehen, die wieder fahrtüchtig gemacht wurden und ihren alten Glanz erlangt haben. Zehn wunderschöne Autos aus der Zwischenkriegszeit und 28 Motorräder sind ständig in der Museumshalle zu besichtigen. Die Ausstellung wird ab und zu verändert, wenn wieder Mal eines der Straßenkreuzer renoviert wurde und in die Ausstellung zusammen mit unterschiedlichen Gegenständen, die mit der Geschichte der Motorfahrzeuge und Motorsport zusammenhängen, aufgenommen wird.

Mercedes, Fiat, Ford - das sind Fahrzeugmarken, die weiterhin auf den Straßen der großen weiten Welt beliebt sind - im Gdinger Museum können ihre älteren Geschwister, oder besser gesagt, die Großeltern der heute produzierten Modelle, aber auch nicht mehr hergestellte Fahrzeugmarken, besichtigt werden. Die Schönheit des Industriedesigns, die Qualität der Fertigung und der herausragende technische Zustand der Autos und Motorräder (von denen das älteste ans Ende des 1. Weltkriegs zurückreicht) begeistern nicht nur erklärte Freunde der motorisierten Fahrzeuge, sondern einfach jeden.

tłum. EuroInterpret D. Moser